Bundesliga

Kramny: „Bei Zorniger war viel Pech dabei“

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München – Jürgen Kramny und der VfB Stuttgart – das passt einfach. Im neuen Fußballjahr gab es für den neuen Trainer noch keinen Punktverlust (3 Spiele, 3 Siege). Das soll am Dienstagabend gegen Borussia Dortmund im Pokal wenn möglich so weitergehen. Sport1 hat den akribischen Trainer vor dem K.O.-Duell interviewt. 

„Wunsch ist die nächste Runde“

Jürgen Kramny hat mit dem VfB Stuttgart alle drei Ligapartien im neuen Fußballjahr gewonnen und führt mit neun Zählern das Rückrunden-Tableau vor Borussia Dortmund an. Passenderweise steht am Dienstagabend das Pokal-Duell zwischen den Schwaben und dem BVB an. In der Hinrunde ging man bei den „Schwarz-Gelben“ noch mit 1:4 Unter. Der Plan für den Pokal-Fight? „Unser Wunsch ist es, die nächste Runde zu erreichen. Wir hatten auch damals schon gute Phasen im Spiel, aber jetzt sind wir in einer Situation, wo wir den BVB in einem Heimspiel vor gewisse Herausforderungen stellen können. Unter dem Strich sind wir nicht chancenlos, obwohl der Gegner sehr stark ist“, äußerte Kramny bei Sport1.

„Der Mannschaft Sicherheit gegeben“

Vor allen Dingen aber der Bundesliga-Alltag steht beim schwäbischen Bundesligisten im Vordergrund. Kramny hat es geschafft, aus der viel gebeutelten Mannschaft ein funktionierendes Team geformt. „Vor allem haben wir versucht, der Mannschaft Sicherheit zu geben und Vertrauen zu entwickeln. Wir haben dann gemeinsam am Teamgeist gearbeitet“, sagte Kramny und ergänzte: „Natürlich brauchst du dann auch Ergebnisse, die waren in den ersten drei Spielen noch nicht in dem Maße da. Erst mit dem Pokalsieg gegen Eintracht Braunschweig und dem Erfolg über den VfL Wolfsburg vor Weihnachten kam das Selbstvertrauen zurück.“ Seitdem hat Club aus Baden-Würtemberg nicht auch nur einen Zähler auf dem Weg zum Klassenerhalt liegen lassen.

„Viel Pech dabei“

Seinem viel kritisierten und scheinbar beratungsresistenten Vorgänger Alexander Zorniger stärkt der 45-Jährige sogar den Rücken. „Wir haben gut zusammengearbeitet. Grundsätzlich hat jeder Trainer etwas andere Ansätze. Und man muss ehrlicherweise sagen, dass auch viel Pech dabei war, als am Anfang der Saison die Ergebnisse ausgeblieben sind“, so Kramny im Austausch mit dem Privatsender. Und eins ist klar: Wenn der akribische Trainer so weitermacht, wird beim VfB Stuttgart niemand mehr an die enttäuschende Zeit unter Zorniger denken. Denn Kramny schafft es, offensiv erfrischenden Fußball spielen zu lassen und dabei die Defensive nicht außer acht zu lassen. Zwölf Punkte aus den letzten vier Spielen bestätigen seine Spielidee und lassen die Herzen der VfB-Fans wieder höher schlagen.

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