Mainz-Boss Strutz sauer auf Schalke

München – Die Gerüchte um Mainz-Sportdirektor Christian Heidel wollen nicht abklingen. Der FC Schalke 04 vermeldete sogar schon eine Einigung. Mainz-Präsident Harald Strutz ärgert sich über die Vorgehensweise des Ligakonkurrenten und fordert zeitnah eine klare Entscheidung.

Mainz-Präsident Harald Strutz ärgert sich über den Ligarivalen FC Schalke 04. (Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)
Mainz-Präsident Harald Strutz ärgert sich über den Ligarivalen FC Schalke 04.
(Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)

Strutz sauer auf Schalke

Der mögliche Wechsel von Christian Heidel zum FC Schalke 04 steht schon seit einigen Monaten im Raum. Harald Strutz, Präsident des 1. FSV Mainz 05, platzte nun im Gespräch mit Bild der Kragen: „Wir haben eine intakte Mannschaft, einen intakten Klub.“ Der 65-jährige legte nach: „Unruhe bringt es nur, wenn, wie vor wenigen Tagen aus dem Schalker Umfeld offenbar lanciert wird, Christian Heidel habe Schalke zugesagt und die Freigabe von uns erhalten. Das ist einfach falsch!“

Keine Anfrage von Schalke

Am 21. Spieltag treffen die Mainzer und Schalker im direkten Bundesligaduell aufeinander. Nach dieser Partie könnte alles offiziell verkündet werden – so zumindest die Spekulationen. Strutz möchte sich allerdings nicht hetzen lassen und forderte von den Gelsenkirchenern zunächst: „Mich persönlich hat von Schalke noch keiner gefragt, ob wir Heidel frei geben. Ich finde, es wäre dafür langsam mal an der Zeit!“ Er werde sich keine Ultimaten setzen lassen. Zwar brauche man eine zeitnahe Entscheidung, diese müsse allerdings nicht nächste Woche getroffen werden.

Heidel-Wechsel wäre schmerzhaft

Der Wechsel von Heidel würde dem Klub richtig weh tun, wie Strutz unumwunden zugab: „Christian ist nicht irgendein Angestellter, sondern immens wichtig für Mainz und gleichzeitig Mitglied des Vorstandes. Sollte er gehen, dann war der Wechsel von Klopp Peanuts dagegen!“ Seinen eigenen Nachfolger müsse er allerdings nicht suchen: „Sie können sicher sein, dass auch wir als Präsidium uns über geeignete Kandidaten Gedanken machen.“ Die Suche nach einem neuen Mann könne aber nicht stattfinden, solange Heidel sich nicht klar über seine Zukunftspläne geäußert habe.

Neues Mainzer-Modell

Unabhängig von dieser Personalie wollen die Mainzer sich in der Führungsetage neu aufstellen. Bei der Mitgliederversammlung 2017 möchte Strutz folgenden Vorschlag unterbreiten: „Nach dem Freiburger Modell. Statt neun Präsidums-Mitgliedern soll es dann ein drei- bis vierköpfiger, hauptamtlicher Vorstand werden – plus Aufsichtsrat!“

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