Bundesliga

Stuttgarts Filip Kostic: Ballack war sein Vorbild

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München- Mit starken Leistungen hat Filip Kostic maßgeblichen Anteil am Aufschwung des VfB Stuttgart. Im Interview mit der Sport-Bild sprach der Serbe über die Idole seiner Kindheit, den glücklichsten Moment seines Lebens und einen möglichen Verbleib beim VfB Stuttgart.

Kostic unterschrieb mit „Ballack“

„Eines meiner Idole war Michael Ballack. Er spielte zwar nicht meine Position, aber ich mochte sein Selbstvertrauen, seinen Kampfgeist. Es hat mirgefallen, wie er auf dem Platz aufgetreten ist“, so Stutgarts Filip Kostic über den den ehemaligen Kapitän des deutschen Nationalteams. Die Landsmänner Jovanovic (früher Liverpool) und Krasic (Juventus Turin) seien weitere Vorbilder gewesen. Der Deutsche stach aber heraus: Ballack hat mich aber wirklich sehr beeindruckt. Manchmal habe ich früher mit „Ballack“ unterschrieben. Dann stand in den Schulbüchern unten: Filip Kostic Ballack“, so der Mittelfeldspieler.

Schwierige Kindheit

Sein Weg zum Spitzenspieler war steinig. Seine Kindheit bezeichnete er als „schwierig“. „Es ist nicht so, dass wir arm gewesen wären“, meinte Kostic, sagter aber auch: „Wir mussten mit dem Einkommen meiner Mutter auskommen. Mein Vater war viele Jahre in Russland zum Arbeiten. Aber er hat dort nur sehr wenig Geld verdient. Also musste das Geld meiner Mutter reichen. Damit ich Fußball spielen konnte, musste sie mir jeden Monat umgerechnet 20 Euro geben. Das war viel Geld, aber sie glaubte an mich.“ Als die ersten Teams bei ihm anklopften sei dies der glücklichste Moment seines Lebens gewesen. Manchmal könne er noch gar nicht glauben, dass er jetzt in der Bundesliga spiele, bekannte der 23-Jährige.

Kostic: „Habe nie mit anderen Vereinen gesprochen“

Wie lange er das noch tut, und ob er beim VfB bleibt, ist aber völlig offen. Auf eine Offerte über 20 Millionen Euro von Schalke 04 vor der Saison sagte Kostic: „Natürlich ist so etwas unglaublich, diese Summe. Aber ich habe nie mit anderen Vereinen gesprochen. Ich konzentriere mich nur auf den VfB, mache in meiner Karriere Schritt für Schritt.“ Zudem gab er zu: „Ich brauchte Zeit, mich an die Liga anzupassen.“

Verbleib beim VfB offen

Ob er die nächste Saison noch beim VfB spielt? „Ich weiß nicht, was passieren wird, wirklich“, gab sich Kostic zurückhaltend. Er frohlockte: „Wenn wir so weitermachen wie zuletzt, könnten wir auch mit dem VfB nach Europa. Dann muss ich nirgendwo anders hin.“ Eine Garantie für seinen Verbleib bei den Schwaben scheint die Qualifikation für den Europapokal aber letztlich nicht zu sein: „Ich weiß es nicht, wir werden sehen“, so noch einmal Kostic. Sein Vertrag in Stuttgart läuft bis 2019.

Über David Reininghaus