Bundesliga

Schalkes Streit um die Champions League

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München-Zu Saisonbeginn gaben die Schalker Verantwortlichen kein konkretes Saisonziel aus. So sollte Unruhe vermieden werden. Zwölf Spieltage vor Schluss scheint die Champions League in Griffweite. Die Frage, ob das Ziel realistisch ist, führt einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge zu einem großen Zwist auf Schalke. Noch-Manager Horst Heldt und Trainer André Breitenreiter, aber auch die Spieler sind sich uneinig. Schalke scheint sich in zwei Lager zu spalten.

Heldt will in die Champions League

„Ich möchte mit dem Verein auf einem Champions-League-Platz abschließen. Das ist mein Ziel“, so Manager Horst Heldt Er wird Schalke im Sommer nach sechs Jahren verlassen. Laut dem Boulevard-Blatt soll er von Trainer André Breitenreiter (42) menschlich enttäuscht sein. Warum, bleibt offen. Auch Spieler plädierten dafür, die Champions League als Ziel auszugeben. „Zu sagen, wir wollen ´nur´ in die Europa League, wäre Käse“ , meint Johannes Geis. Auch Neuzugang Younes Belhanda (25) sagt klar: „Wir haben das Zeug für die Königsklasse, da wollen wir hin!“

Fährmann zweifelt am S04-Kader

Trainer André Breitenreiter schmecken diese Aussagen gar nicht. Er selbst nimmt das Wort Champions League nicht in den Mund. Auch den von Heldt ausgeübten Druck dürfte er als störend empfinden. Torhüter Ralf Fährmann pflichtet ihm bei: „Wenn man unseren Kader realistisch betrachtet, können wir noch nicht in der Champions League spielen. Wir haben noch einen langen Weg vor uns können erst in ein paar Jahren oben mitspielen.“ Schalke im Zwiespalt. Droht jetzt neue Unruhe? Zwei Punkte ist Schalke hinter dem Drittplatzierten Hertha BSC (36). Das erscheint -objektiv gesehen- durchaus realistisch.

Über David Reininghaus