Bundesliga

Daniel Didavi lässt Verbleib beim VfB weiter offen

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München-Nach Jahren voller Verletzungen kommt Daniel Didavi vom VfB Stuttgart in dieser Saison in Fahrt. Im Interview mit dem kicker sprach Didavi über seine Zukunft, Fehler zu Saisonbeginn und eine mögliche EM-Teilnahme.

„Gesamtpaket muss stimmen“

„Ich bin mit Robin Dutt in ständigem Kontakt. Wir haben uns darauf verständigt, dass wir uns erneut zusammensetzen, wenn wir aus dem Gröbsten raus sind“, so Daniel Didavi. Es habe nie eine Frist gegeben und ohnehin sei es derzeit noch zu früh, um über seine Zukunft zu sprechen. „Mir wird unterstellt, ich würde den VfB verlassen, nur weil ich Champions League oder Europa League spielen will. Das stimmt nicht“, wehrt sich der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler. „Das Gesamtpaket muss stimmen“, fügte er an. „Vieles spricht für Stuttgart, ich bin hier groß geworden, der VfB hat mir sehr viel gegeben und ich ihm. Aber in der Vergangenheit herrschte hier fast Dauerkrise.“

Wir-Gefühl unter Kramny

Didavi sprach auch über Fehler des VfB-Teams zu Saisonbeginn. „Vielleicht war die Mannschaft zu oft zu schnell zufrieden. Dazu hatten wir anfangs sehr viel Pech“, so der 26-Jährige. „Die Leistungen haben weitgehend gestimmt, aber die positiven Ergebnisse blieben aus. Dann sind wir wieder in den alten Strudel geraten und haben nicht mehr an uns und das System geglaubt“, gab er offen zu. Unter Kramny habe die Mannschaft aber „die nötige defensive Stabilität und das richtige Wir-Gefühl.“

Glaube half Didavi auf dem Weg zurück

Während seiner zweijährigen Verletzungszeit habe ihm der Glaube geholfen, so Didavi. „Erst wenn’s dir richtig schlecht geht, kommst du wirklich zum Glauben. Er hat mir die Kraft gegeben, um die harte Zeit durchzustehen.“ Früher habe er zwar auch an Gott geglaubt, sich aber nicht richtig damit beschäftigt. Bei einer möglichen EM-Teilnahme sollen Gebete aber keine Rolle spielen. „Nein, der Einzige, der mir da helfen kann, ist nicht Gott, sondern bin ich.“ Er setze sich diesbezüglich aber nicht unter Druck. „Diese Saison ist die erste, in der ich bisher fast durchgehend verletzungsfrei spielen konnte. Das ist überragend für mich.“ „Die Nationalelf ist für jeden Spieler ein Traum. Aber wir reden vom Weltmeister, der im Mittelfeld keine Personalprobleme hat. Ich mache mir keine falschen Hoffnungen, lasse alles auf mich zukommen“, gab sich Didavi entspannt.

 

Über David Reininghaus