Bundesliga

Hübner: „Wir kriegen die Kurve“

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München – Die Frankfurter Eintracht zeigte sich bereits sehr aktiv auf dem Transfermarkt und verpflichtete unter anderem Mexiko-Star Marco Fabian und den Ex-Hannoveraner Szabolcs Huszti. Im Interview mit der Bild-Zeitung erklärt Sportchef Bruno Hübner die Transferoffensive der Hessen und gab eindeutig den Klassenerhalt als Ziel für die Rückrunde aus.

Hübner: Mussten nachlagen

„Durch die Verletzungen und Ergebnisse der Vorrunde sowie den Verkauf von Kadlec wussten wir früh, das wir nachlegen müssen. Diesen zeitlichen Vorsprung haben wir einfach genutzt“, rechtfertigte Hübner die frühzeitig vollzogenen Transfers der Frankfurter. Dadurch erhoffe er sich vor allem einen automatisch größer werden Konkurrenzkampf.

Zügel werden in Frankfurt angezogen

Gleichzeitig betont der Sportdirektor der Eintracht, dass in Zukunft und vor allem der Rückrunde die Zügel in Hessen angezogen werden: „Wir haben schon mit dem ein oder anderen ein ernstes Gespräch geführt, dass sie sich umstellen müssen. Konkurrenzkampf und Trainings-Intensivität nehmen bei uns auf jeden Fall zu“, betonte Hübner uns sagte: „Wir erwarten für die Rückrunde absolut profihafte Einstellung. Wir werden mit Sicherheit keine Kompromisse mehr machen, die wir in der Vorrunde machen mussten.“

Unstimmigkeit in der Mannschaft „gewünscht“

Angst vor Quelerein innerhalb der Mannschaft durch den größer werdenden Konkurrenzkampf hat Hübner indes nicht. Vielmehr begrüßt er hitzige Diskussionen zwischen den Spielern: „Das ist ein Stück weit gewünscht! Eine gewisse Streitkultur, manchmal auch Reibung, tut jedem Kader gut. Das ist mir lieber als zu viel harmonisches Miteinander.“

Konkurrenzkampf als Empfehlungschance

Weiterhin solle die größer werdende Konkurrenz eine Chance für die Spieler sein, deren Verträge im Sommer auslaufen. Hübner: „Auch da hilft Konkurrenzkampf. Dem ein oder anderen tut es gut, dass er zulegen muss und nicht glaubt, dass sein Vertrag automatisch verlängert wird.“

Hübner: Japanischer Markt wichtig für Frankfurt

Mit Makoto Hasebe, dessen Arbeitspapier ebenfalls zum Ende der Saison endet, seien die Frankfurter bereits in Gesprächen, wie Hübner bestätigte und verwies auf den wichtigen Markt Japan: „Mit Hasebe sind wir in Gespräche eingestiegen. Er hat auch deswegen einen guten Stellenwert, weil wir überlegen, ihn nach der Karriere bei uns in einer Position einzubinden“, verriet Hübner und legte nach: „Japan ist ein wichtiger Markt für uns. Und dort ist er sozusagen der Franz Beckenbauer. Da kann ich mir vorstellen, dass wir noch lange nach seiner aktiven Karriere mit ihm zusammenarbeiten werden.“

Gute Charaktäre in Frankfurt

Angesprochen auf die derzeitige Situation im Abstiegskampf, in dem Spieler schwerer zu halten seien, gab sich Hübner realistisch: „Die Gefahr besteht immer, wenn die sportliche Entwicklung des Vereins nicht einhergeht mit der, die sich der Spieler vorstellt. Ich glaube aber, dass wir gute Charaktere haben, die das gut einschätzen können und weiter den Weg mit Eintracht gehen.“

Hübner glaubt an den Klassenerhalt

Abschließend ließ es sich Hübner auch nicht nehmen, eine Prognose in Richtung Saisonende zu geben. Dabei gibt er sich kämpferisch: „Jeder in der Verantwortung kennt die Konsequenzen eines Abstiegs. Jeder macht sich da Gedanken. Aber ich bin positiv gestimmt, dass wir die Kurve kriegen.“

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Über Sebastian Voichtleitner

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