Allofs: Ziel Platz zwei bis fünf

München – In der jüngeren Vergangenheit ging es für den VfL Wolfsburg schnell nach oben. Derzeit ist der VW-Klub Vizemeister, Champions League-Teilnehmer, Pokal- und Supercupsieger. Für Manager Klaus Allofs ist die nachhaltige Bestätigung der Erfolge die schwerste Aufgabe, die dem Verein bevorsteht.

Seit 2012 leitet Klaus Allofs die Geschicke des VfL Wolfsburg als Manager und Geschäftsführer. (Foto: RONNY HARTMANN/AFP/Getty Images)
Seit 2012 leitet Klaus Allofs die Geschicke des VfL Wolfsburg als Manager und Geschäftsführer. (Foto: RONNY HARTMANN/AFP/Getty Images)

Neue Ausgangsposition

Nach der Hinrunde befindet sich der VfL Wolfsburg auf dem siebten Tabellenplatz der Bundesliga. In der laufenden Spielzeit machte Klaus Allofs seinem Ärger immer wieder Luft. Seine Unzufriedenheit resultiert aus der neuen Ausgangsposition, die sich durch die jüngsten Erfolge ergeben hat: „Immer kleinere Details spielen eine Rolle. Da müssen wir intensiv hinterher sein“, sagte der 59-Jährige im kicker-Interview.

Schwierigkeiten durch die Abgänge von De Bruyne und Perisic 

Nach den Abgängen von Kevin De Bruyne und Ivan Perisic sieht Allofs die Mannschaft noch nicht in der Spur: „Diejenigen, die da sind, haben noch nicht in den Modus gefunden, in dem sie den Großteil ihres Potenzials abrufen können. Dass sie das können, davon sind wir überzeugt.“ Zuletzt gab es aufgrund der großen Konkurrenz-Situation immer wieder unzufriedene Spieler, wozu der VfL-Manager eine klare Meinung vertritt: „Ich möchte auch gar nicht, dass man damit zufrieden ist, wenn man mal nicht spielt. Wenn sich die Unzufriedenheit aber negativ auf die Mannschaft und die Leistung auswirkt, können wir das nicht gebrauchen.“

Kein begeisternder Umschaltfußball

Aus sportlicher Sicht hätten Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking gerne auf die Abgänge von Kevin de Bruyne und Ivan Perisic verzichtet. Seit dem die beiden Offensiv-Akteure nicht mehr im Kader stehen, ist vom begeisternden Umschaltfußball der letzten Saison nicht mehr viel zu sehen. In diesem Bereich sieht auch Klaus Allofs Verbesserungsbedarf: „Natürlich müssen wir auch wieder schnelles Umschaltspiel beherrschen, das müssen wir verbessern, insbesondere auswärts.“

Schürrle noch nicht abgeschrieben

Trotz der Startschwierigkeiten von Andre Schürrle glaubt Allofs weiterhin an seinen Weltmeister: „Ich weiß, dass nach großen Erfolgen wie der Weltmeisterschaft große Erwartungen vorhanden sind. Das ist bei Mario Götze nichts anderes. Andre wird seinen Weg gehen, davon bin ich überzeugt.“

Rückrunden-Wünsche

Für die Rückrunde wünscht sich Klaus Allofs eine bessere Punkteausbeute. Seine Mannschaft sieht er am Ende der Saison zwischen dem zweiten und fünften Tabellenplatz. Ein Szenario einer verpassten Qualifikation für die Champions League will sich der VfL-Manager gar nicht erst vorstellen: „Natürlich geht es auch für uns nicht immer nur bergauf. Das sollte aber kein Dauerzustand sein.“

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