Bremen: Hoffnungsträger Pizarro

München – Klaus-Dieter Fischer, von 2003 bis 2014 Werder-Bremen-Boss, macht sich Gedanken um die Bremer, die nur noch zwei Punkte vom Tabellenletzten Hoffenheim entfernt sind.

Claudio Pizarro (l.) soll Bremen zum Klassenerhalt schießen. Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images
Claudio Pizarro (l.) soll Bremen zum Klassenerhalt führen. Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images

Fischer vertraut Skripnik

„Natürlich“ müsse man sich Sorgen machen, schließlich stehe Werder auf dem Relegationsplatz, erklärte er. „Aber ich habe großes Vertrauen in unser Trainer-Team“, sagte der 75-Jährige der Bild-Zeitung. Hoffnung macht ihm Claudio Pizarro, der die komplette Vorbereitung absolviert. „Das wird ihn stärker machen“, glaubt Fischer.

Was Winter-Verpflichtungen angeht, ist Fischer eher skeptisch und teilt Bremens Vorgehensweise „Die Art und Weise, wie Werder reagiert, finde ich richtig: Das Trainingslager abwarten, keine Panik bekommen“, sagte er. Aus Erfahrung wisse man, dass Wintertransfers meist wenig bringen würden: „Sie werden häufig sehr schnell getroffen, die notwendige Analyse der Spieler kommt zu kurz.“

Wirtschaft und Politik könnten mehr machen

Fischer, der seit 60 Jahren Vereinsmitglied ist, findet es schade, dass in Bremen der wirtschaftliche Hintergrund fehlt. „Werder hat mit eigenen Mitteln den Umbau des Weserstadions als städtisches Gebäude finanziert. Da wäre es wünschenswert, wenn sich im Gegenzug die bremische Wirtschaft und Politik mehr bei Werder engagieren würden. Das ist bisher viel zu wenig“, betonte er.

Werder sei einer der wenigen überregionalen Imageträger Bremens, „da sollte es mehr Unterstützung geben“. Auch Willi Lemke könnte mehr für den Verein tun, findet er. Mit seinen internationalen Kontakten könne Lemke sich „stärker einbringen“.

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