Djourou glaubt an starke Rückrunde des HSV

München – Der Hamburger SV hat sich nach Fast-Abstieg im letzten Jahr rehabilitiert und spielt eine solide Saison 2015/16. Für den Kapitän der Hanseaten, Johan Djourou, ist dies kein Zufall, sodass er sich auch zuversichtlich gibt, dass es in der Rückrunde, beginnend mit dem Heimspiel gegen den FC Bayern, genauso weiter geht.

Johan Djourou steht sinnbildlich für den Aufschwung des Hamburger SV in dieser Saison. Foto: CARMEN JASPERSEN/AFP/Getty Images
Johan Djourou steht sinnbildlich für den Aufschwung des Hamburger SV in dieser Saison. Foto: CARMEN JASPERSEN/AFP/Getty Images

Hamburg ohne Angst ins Duell mit dem FC Bayern

Im Interview mit dem kicker gab sich der Schweizer kämpferisch vor dem Rückrundenauftakt gegen den deutschen Rekordmeister. Er spüre keine Angst vor dem FCB: „Nein, gar nicht. Natürlich stehen wir auf Anhieb vor einer schweren Aufgabe. Aber ich bin sicher: Für die Bayern wird es dieses Mal auch schwer.“

HSV laut Djourou weiter als zum Saisonstart

Dabei nannte Djourou auch die Gründe für seine Zuversicht: „Wir sind weiter als beim 0:5 zum Saisonstart, das hat auch Dortmund zu spüren bekommen, obwohl es individuell besser besetzt ist als wir. Damit das gegen Bayern sichtbar wird, muss natürlich vieles zusammenkommen“, so Djourou, der ausführte: „Aber es geht mir nicht nur um den Start, sondern darum, dass wir unsere Entwicklung endlich auch dauerhaft nachweisen. Wir haben große Schritte gemacht, aber die kleinen und entscheidenden fehlen noch.“

Djourou: „2015 war ein bewegendes Jahr“

Gleichzeitig ließ es sich der HSV-Kapitän nicht nehmen, die Dinge anzusprechen, die noch nicht optimal in der Hansestadt laufen. Vor allem die Inkonstanz sei das größte Problem: „2015 war ein bewegendes Jahr für uns alle, aber wir müssen es jetzt abschließen und ein neues Kapitel beginnen. Ich meine, wir müssen noch hungriger sein. Wenn wir nacheinander gegen Dortmund und in Bremen gewinnen, dann müssen wir ganz einfach auch die Mentalität haben, danach zu Hause Mainz zu schlagen.“

Zu schnell zu zufrieden

Doch für Djourou ist dieser Fakt nur ein Teil einer Entwicklung bei den Hamburgern, auch wenn er in naher Zukunft den nächsten Fortschritt erwartet. „Ich finde, wir haben auch eine gute Mentalität, wir sind nach Rückschlägen immer wieder zurückgekommen. Aber vielleicht sind wir manchmal noch zu schnell zufrieden“, sagte der 28-Jährige und ergänzte: „Das ist erklärbar, weil ein großer Umbruch hinter uns liegt und so ein Neuaufbau immer Zeit benötigt. Aber jetzt sollten wir diesen Schritt hinkriegen. Denn das nötige Potenzial steckt in dieser Mannschaft. Und das Miteinander bildet auch eine gute Basis. Wir sind eine richtig gute Gruppe geworden.“

Djourou: Zu viele Punkte verschenkt

Nochmals angesprochen auf die Mannschaft und deren Potenzial in den nächsten Wochen und Monaten gab sich der Defensiv-Spezialist äußerst bescheiden und mahnte zur Vorsicht: „Wir dürfen nie vergessen, wie schnell es nach unten gehen kann, dennoch sage ich: Wir müssen nach oben schauen. Wir haben allein zu Hause gegen Hannover und Mainz, im Grunde genommen auch gegen Augsburg, neun Punkte einfach verschenkt.“ Die Tabellen-Situation, so der Schweizer, lasse alle Möglichkeiten offen: „Wir müssen den Hunger haben, diese auch zu nutzen.“

Verlängert Djourou in Hamburg?

Im Interview äußert sich der ehemalige Spieler von Arsenal London auch zu seiner Zukunft und über seinen im Sommer 2017 auslaufenden Vertrag. Dabei scheint eine Verlängerung des Arbeitsverhältnisses durchaus möglich: „Hamburg bietet als Fußballer und Familienvater alles, um glücklich zu sein. Wirklich alles. Außerdem habe ich nach den schwierigen ersten beiden Jahren jetzt auch endlich das Gefühl, dass es mit dem Klub in die richtige Richtung geht.“ Die Aspekte spielten für ihn eine wichtige Rolle spielen. Djourou weiter: „Wenn ich sage, wir müssen jetzt ein neues Kapitel aufschlagen, dann will ich natürlich weiter auch ein Teil davon sein. Denn in diesem Klub steckt mittelfristig Potenzial für viel mehr.“

Seit der Saison 2013/14 ist Djourou beim Hamburger SV aktiv, zuvor lief er bereits für eine halbe Spielzeit für den Nordrivalen aus Hannover auf. Doch erst in dieser Saison konnte der Schweizer konstant überzeugen. So stand er in der Vorrunde in 15 von 17 möglichen Spielen auf dem Platz und konnte dabei sogar selbst zwei Treffer erzielen.

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