Bundesliga

Mkhitaryan: Meistertitel für BVB noch möglich

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München – Henrik Mkhitaryan steht sinnbildlich für den Dortmunder Aufschwung in der Vorrunde der aktuellen Spielzeit. Für den Armenier ist diese Entwicklung alles andere als überraschend, wie er im kicker-Interview erklärt. Auch über eine mögliche Vertragsverlängerung und seine persönlichen Veränderungen äußerte er sich.

Mkhitaryan: „Habe mich immer selber kritisiert“

„Ja, ich habe mich immer selber kritisiert, auch für klitzekleine Dinge. Das hat sich aber geändert“, sagte Mkhitaryan dem kicker und nannte ein Beispiel: „Auch in der abgelaufenen Hinrunde gab es Situationen, in denen ich hätte treffen können, unter anderem gegen Frankfurt, als ich eine 1000-prozentige Torchance vergeben habe. Aber heute kann ich über so etwas lachen. Also, ich würde jedem den Rat geben, außerhalb des Platzes weniger nachzudenken“,  ordnete der Mittelfeld-Akteur seine in der Vergangenheit zu hohe Selbstkritik ein.

Viele Dinge geändert

Nun habe sich dies jedoch geändert, wie Mkhitaryan weiter ausführte: „Ich habe viele Dinge geändert, um die negativen Sachen zu vergessen. Wenn du dein Hirn mit negativen Dingen überhäufst, hast du keine Chance, etwas Positives zu tun. Wenn mir jetzt etwas misslingt, konzentriere ich mich schnell auf den nächsten Moment, auf die nächste Aktion, damit es besser läuft.“

„Man muss arbeiten und glauben“

Viel mehr glaubt der Armenier nun an sich und seine Fähigkeiten, wie er erklärte: „Ohne an etwas zu glauben, kann man im Leben gar nichts erreichen. Natürlich kannst du sagen: Heute schlafe ich, morgen stehe ich auf und schieße 200 Tore. Aber so läuft das nicht. Man muss arbeiten und glauben.“

Leistungssteigerung durch Tuchel

Einen großen Anteil an seiner derzeitiger Entwicklung habe laut Mkhitaryan vor allem Trainer Thomas Tuchel, wie er betonte: „Er spricht sehr viel mit mir. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er die Art und Weise verändert hat, wie ich denke. Das Ergebnis sieht man derzeit.“

„Das Maximum herausholen“

Doch nicht nur zu seiner Person und zum Trainer äußerte sich der 26-Jährige.  Auch über seine Ziele mit den Dortmundern in der Rückrunde verlor er einige Worte: „Ich sage nicht, dass wir in der Rückrunde alle Spiele gewinnen und die Meisterschaft oder den Pokal oder die Europa League holen. Aber wir versuchen, das Maximum herauszuholen. Nur: Es ist noch ein langer Weg, wir müssen vorsichtig sein und uns wirklich nur mit dem nächsten Spiel beschäftigen.“

Egal gegen welchen Gegner

Daher sei auch eine Aufholjagd auf den derzeitigen Tabellenführer aus München nicht unmöglich, wie Mkhitaryan betonte: „Im Fußball sind acht Punkte nicht so viel. Wir müssen uns darauf konzentrieren, immer das nächste Spiel zu gewinnen, egal ob gegen die Bayern oder einen anderen Gegner.“

Wie groß ist das Juve-Interesse wirklich?

Angesprochen auf seine Zukunft und ein vermeintliches Interesse vom italienischesn Spitzenklub Juventus Turin, bezog der ehemalige Donezk-Spieler Stellung: „Wissen Sie: Seit einem Jahr gibt es immer wieder diese Gerüchte um Juve. Ich aber bin immer noch in Dortmund.“

Mkhitaryan will immer ans Maximum

Für die Zukunft habe er ein Ziel: „Ich bin ambitioniert und möchte immer das Maximum erreichen. Das Fußballerleben ist sehr kurz, also muss man versuchen, so viel wie möglich zu erreichen. Ich möchte Titel gewinnen.“

Titelgewinne mit dem BVB möglich

Am liebsten seien ihm Titelgewinne wohl mit dem BVB, wie der Armenier andeutete: „Wir haben einen sehr guten Trainer. Wir haben einen guten Spielstil, der mir entgegenkommt. Wir haben viele junge Spieler, die beeindruckend sind, zum Beispiel Julian Weigl. Er spielt eine herausragende Saison. Dortmund kann mit dieser Mannschaft in der näheren Zukunft selbstverständlich Titel gewinnen.“

Mkhitaryan zeigt sich für Vertragsgespräche offen

Dass es am Ende zu eben solchen Triumphen kommt, könnte durch eine baldige Vertragsverlängerung durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Mkhitaryan zeigte sich für Verhandlungen bereit, auch wenn er sich nicht klar zum BVB bekannte. „Wenn Dortmund verlängern möchte, wird es ein Gespräch geben. Wir sind dafür offen“, sagte Mkhitaryan, dessen Vertrag bis 2017 gültig ist.

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Über Sebastian Voichtleitner

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