Jürgen Kramny will mit Stuttgart den Klassenerhalt schaffen

München – Ende November musste Andreas Zorniger als Coach des VfB Stuttgart gehen. Der damalige U23-Chef Jürgen Kramny sprang als Interimstrainer ein. Nach guten Leistungen des VfB wurde der Übergangs- zum Cheftrainer und mit einem Vertrag bis 2017 ausgestattet. Im Trainingslager sprach Kramny über seine Philosophie und wie er den Klassenerhalt mit den Schwaben schaffen will.

Stuttgart`s head coach Juergen Kramny attends the German first division Bundesliga football match Borussia Dortmund vs VfB Stuttgart, in Dortmund, western Germany, on November 29, 2015. AFP PHOTO / NORBERT SCHMIDT RESTRICTIONS: DURING MATCH TIME: DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE TO 15 PICTURES PER MATCH AND FORBID IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO. ==RESTRICTED TO EDITORIAL USE == FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT THE DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050. / AFP / NORBERT SCHMIDT (Photo credit should read NORBERT SCHMIDT/AFP/Getty Images)
Jürgen Kramny wurde in der Winterpause zum Cheftrainer des VfB Stuttgart befördert. Foto: NORBERT SCHMIDT/AFP/Getty Images

Klare Prinzipien

„Ich bin Trainer aus Leidenschaft, deswegen macht es nur einen kleinen Unterschied zwischen meiner Arbeit beim VfB II und der mit der Bundesligamannschaft“, vergleicht Kramny im Gespräch mit dem kicker seine verschiedenen Aufgaben in Stuttgart und fügt an: „Oben ist alles eine Nummer größer, aber für mich ändert sich nicht viel, weil ich meinen Grundprinzipien treu bleibe.“

Werte wie Disziplin und Zuverlässigkeit stehen bei Kramny in Bezug auf die Führung der Mannschaft im Vordergrund. Diese Eigenschaften lebt er vor und erwartet dies auch von seinen Spielern, bei denen Kramny auch das Gemeinschaftsgefühl wichtig ist: „Ich will einen Teamgeist, der sich entwickelt, der sich von alleine zeigt, der lebt – und keinen, der vorgegeben wird. Die Mannschaft muss lernen, dass sie nur erfolgreich sein kann, wenn sie gemeinsam an einem Ziel arbeitet.“

Cheftrainer mit Anlauf

Dass er bei der häufigen Trainersuche der Stuttgarter in der Vergangenheit nicht berücksichtigt worden ist, beschäftigt den 44-Jährigen nicht mehr: „Es gab vorher ein paar Entscheidungen, bei denen ich keine Rolle spielte. Das habe ich vergessen.“

Kramny arbeitet aktuell an der Spielweise seiner Mannschaft, die sich grundlegend von der seines Vorgängers unterscheidet: „Ich erwarte Stabilität zwischen Offensive und Defensive“, hat Kramny den gescheiterten „Hurra-Fußball“ modifiziert: „Wir wollen uns Chancen herausspielen und gleichzeitig nicht anfällig für Konter sein, wir wollen technisch guten Fußball spielen, schnell umschalten und mit Tempo agieren.“

Ohrfeige von Klopp

Als Vorbild dient ihm dabei Jürgen Klopp, den er in gemeinsamen Mainzer Zeiten kennen und schätzen gelernt hat. „Ich habe auch schon mal von Kloppo eine gelangt bekommen, als ich Spieler und er Trainer war“, verrät Kramny gegenüber der Bild-Zeitung, dass auch er als Motivator auftreten kann: „Wenn ich sehe, dass da einer kurz vor Anpfiff noch luschig dasitzt – den muss man schon mal aufwecken. Es gibt Spieler, die brauchen noch mal einen Kontakt, um wirklich wach zu sein.“

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