Bundesliga

Alex Esswein hat die perfekte Mitte gefunden

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München – Alex Esswein (25) zählt zu den Leistungsträgern des FC Augsburg. Nach mehreren Rückschlägen befindet sich das einstige Riesentalent wieder auf dem richtigen Weg. 

Deutscher Meister mit 19 Jahren

Die Karriere des Stürmers begann vielversprechend: Mit 17 Jahren feierte Alex Esswein sein Debüt beim 1. FC Kaiserslautern in der 2. Bundesliga. Er wechselte zum VfL Wolfsburg und debütierte mit 18 in der Bundesliga. Mit den Wölfen wurde Esswein sogar Deutscher Meister, konnte sich aber nicht durchsetzen. Im kicker-Interview blickte der 25-Jährige nun kritisch auf seine ersten Schritte als Profi zurück: „Ich habe nach guten Spielen gedacht, mir gehört die Welt. Ich glaubte, ich könnte den einen oder anderen Meter weglassen. Wenn sich so etwas einschleicht, dann leidet irgendwann die Leistung.“

Rückschritt in die 3. Liga

Da sich der Stürmer in Wolfsburg nicht durchsetzen konnte, ging er ein großes Risiko ein und wechselte zu Dynamo Dresden in die 3. Liga: „Mir war das Risiko damals nicht bewusst, sonst hätte ich das vielleicht nicht gemacht. Wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, hätte es natürlich auch in die Hose gehen können und ich hätte in der 3. Liga versauern können. So war es aber ein tolles Jahr in Dresden. Wir stiegen auf, und ich habe wahnsinnige Dinge erlebt. Dort zu spielen, das war für mich mit 19 wie Bundesliga.“

Perfekte Mitte in Augsburg

Anschließend spielte Alex Esswein zweieinhalb Jahre für den 1. FC Nürnberg, ehe es ihn nach Augsburg zog. Dort hat er seine perfekte Mitte gefunden: „Ja, die Schwankungen von früher gibt es so nicht mehr. Ich habe mehr Konstanz. Ich weiß, was meine Stärken sind, arbeite an meinen Schwächen, versuche mich stetig zu verbessern, ohne gleich in ein Loch zu fallen, wenn ich mal ein schlechtes Spiel mache.“

Esswein bereut nichts mehr

Die Fehler der Vergangenheit bereut das einstige Riesentalent nicht mehr: „Natürlich habe ich Fehler gemacht, aber ich würde das alles wohl genauso wieder machen. Denn ohne diese Fehler wäre ich nicht der Typ, der ich jetzt bin. Das alles gehört doch zu einer Entwicklung dazu.“

 

Über Marcel Pramschüfer