„Hunter“ nutzt Kahn-Mantra

München – Die Hinrunde für Klaas-Jan Huntelaar verlief alles andere als wünschenswert. Mit nur fünf Toren konnte der „Hunter“ die in sich selbst gelegten Erwartungen nicht erfüllen, wie er im Interview mit der Bild-Zeitung klarstellte. Auch zu seinem Teamkollegen Leroy Sane, der sich derzeit im Aufwind befindet, äußerte sich der Niederländer.

Klaas-Jan Huntelaar will in der Rückrunde wieder häufiger ins gegnerischen Tor treffen. Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images
Klaas-Jan Huntelaar will in der Rückrunde wieder häufiger ins gegnerischen Tor treffen. Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images

Huntelaar warnt Sane

„Er kann eine großartige Karriere haben. Aber es ist auch eine Mentalitätssache“, warnte Huntelaar seinen jungen Mitspieler Leroy Sane und prophezeite diesem nicht nur gute Zeiten: „Es werden auch mal andere Zeiten kommen, in denen er nicht von allen hochgejubelt wird, in denen es auch mal schlechter läuft. Das hat er noch vor sich.“

Sane hat alles um erfolgreich zu sein

Gleichzeitig nannte der Niederländer aber auch, welche Stärken den Jungstar auszeichnen: „Er hat alles, ist torgefährlich, macht Assists, ist schnell, hat eine gute Technik – und er hat den Instinkt, Laufwege zu erkennen. Er hat eine erfolgreiche Zukunft vor sich.“

Huntelaar will von Wechsel-Gerüchten rund um Sane nichts wissen

Trotz dieser lobenden Worte wolle sich Huntelaar aber nicht in die derzeitigen Wechsel-Gerüchte rund um Sane einmischen und begründete dies wie folgt: „Es ist überhaupt nicht wichtig, was ich darüber denke. So etwas kann jeder nur für sich selbst entscheiden.“

„Hunter“ will mit Schalke nach Europa

Im selben Atemzug nahm sich der Angreifer auch die Zeit, über die Ziele mit den Schalkern für die kommende Rückrunde zu sprechen: „Mein Ziel ist es, dass wir uns für Europa qualifizieren. Wir werden sehen, ob am Ende mehr drin ist – und wir mehr erreichen, als wir gedacht haben.“

Egal ob Champions League oder Europa League

Dabei müsse es laut Huntelaar am Ende aber nicht unbedingt die Champions League sein: „Wir hatten viele Abgänge, haben dabei viel Qualität verloren. Jetzt haben wir eine super Truppe, die aber noch sehr jung ist. Da ist es aus meiner Sicht erst mal wichtig, dass man einen europäischen Wettbewerb erreicht.“

Huntelaar mit sich selbst nicht zufrieden

Auch zu seiner eigenen Person und den Leistungen in der Hinrunde bezog der „Hunter“ Stellung und zeigte sich nicht gänzlich zufrieden: „Das bin ich nie so wirklich. Es geht immer mehr und speziell jetzt kann ich mehr liefern – und das will ich in der Rückrunde.“ In dieser will der ehemalige Madrilene wieder mit Toren überzeugen: „Torschützenkönig werde ich wahrscheinlich nicht mehr. Aber ich will so viele Tore wie möglich machen und die Chancen, die ich bekomme, nutzen.“

Huntelaar fühlt sich noch immer topfit

Durch die verhältnisäßig schwache Vorrunde, kamen in jüngster Vergangenheit immer wieder Stimmen auf, die die besten Zeiten Huntelaars für beendet sahen. Dies sieht der Stürmer anders: „Ich bin zwar 32, aber topfit und kann noch immer vieles leisten. Ich versuche, so viel wie möglich aus mir herauszuholen.“

„Das hat Wunden hinterlassen“

Auch über die niederländische Nationalmannschaft verlor der Schalker Worte. Vor allem die verpasste EM-Qualifikation nagt dabei noch sichtlich an ihm: „Das ist eine der schlimmsten Erfahrungen in meiner Karriere. Das hat Wunden hinterlassen.“

Huntelaar auch zukünftig in der „Elftal“?

Grund für einen Rücktritt aus der „Elftal“ sei dieser negative Meilenstein jedoch nicht, wie Huntelaar betont: „Ich halte es wie Oliver Kahn, der gesagt hat ‚weiter, immer weiter‘ – das gilt auch für die Nationalelf.“ Deshalb sieht sich der Torjäger auch in naher Zukunft im Trikot der niederländischen Nationalmannschaft: „Ich will im Verein weiter gute Leistungen zeigen, da fängt es an. Und die Nationalmannschaft ist dann immer das schöne Dessert.“

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