England

Baba: Mourinho tat mir leid

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München – Beim FC Augsburg entwickelte sich Abdul Rahman Baba zum Topverteidiger, wodurch auch der englische Traditionsklub Chelsea London auf den Außenverteidiger aufmerksam wurde und ihn anschließend im Sommer an die Stamford Bridge lockte. Nun äußerte sich Baba im Interview mit der Sport-Bild zu seiner bisherigen Zeit bei den „Blues“. Trotz geringer Einsatzzeiten gibt er sich optimistisch.

Baba: Muss mich noch an alles gewöhnen

„Als junger Spieler muss man sich erst einmal an so einen großen Klub und diese Weltklasse-Liga gewöhnen. Ich war mir bewusst, dass ich ab und zu auch außen vor sein würde“, erklärte der 21-Jährige seine derzeitige Situation und fügte hinzu: „Natürlich ist es für jeden Fußballer frustrierend auf der Tribüne zu sitzen – das möchte auch ich nicht mehr oft erleben. Zuletzt war ich aber regelmäßig im Kader.“

Baba will 2016 angreifen

Insgesamt zog Baba ein positives Fazit aus seiner bisherigen Zeit in England: „Aus meiner Sicht war das erste halbe Jahr okay. Aber im zweiten will ich auf jeden Fall mehr spielen.“ Anders als unter dem ehemaligen Trainer Jose Mourinho, unter dem der Ex-Augsburger nur selten zum Zug kam, was er selbst nicht immer nachvollziehen konnte: „Das war nicht leicht zu verstehen, aber damit habe ich bei dem großen Kader gerechnet. Ich fasse das als Lernprozess auf.“

Baba traurig über Mourinho-Abgang

Trotz der wenigen Spiele für Baba will er aber keine schlechtes Haar an Mourinho verlieren und spricht ausschließlich positiv vom Portugiesen: „Ich mochte ihn vom ersten Moment und wünsche jedem Spieler einen Trainer wie ihn. Es tat mir richtig leid, denn er hat alles versucht, um uns in die Spur zu bringen, aber er hatte kein Glück damit.“

„Auf einmal läuft es bei uns wieder besser“

Angesprochen auf den neuen Trainer Guus Hiddink, sieht Baba keine großen Veränderungen innerhalb der Mannschaft und den Trainingsleistungen: „Nein, er hat gar nicht so viel in den Abläufen verändert. Aber auf einmal läuft es bei uns wieder besser.“ Auch bei sich persönlich sieht der Außenverteidiger Fortschritte. „Mir hat er weitere Einsätze in Aussicht gestellt, wenn ich im Training weiterhin Gas gebe“, sagte Baba der Sport-Bild.

Eingewöhnung fiel nicht schwer

Weiterhin zog Baba auch eine persönliche Bilanz zum ersten halben Jahr in seiner neuen Heimat. Schwergefallen sei ihm die Eingliederung in die Mannschaft nicht, wie er versicherte: „Gar nicht. Vor meinem ersten Champions-League-Spiel in Tel Aviv musste ich vor der Mannschaft singen. Ich habe ein ghanaisches Lied ausgewählt. Ich glaube, das kam gut an.“

Baba: Kann von jedem Spieler lernen

Auch die Zusammenarbeit mit den vielen Topstars habe seiner sportlichen Entwicklung äußerst gut getan, wie der ehemalige Augsburger betonte: „Ich kann fast von jedem dieser Superspieler etwas lernen und muss im Training immer alles aus mir herausholen, um überzeugen zu können. Das ist schon hart.“

Champions League ist noch drin

Baba ließ es sich auch nicht nehmen, über die Ziele mit Chelsea zu sprechen und glaubt weiterhin an die Qualifikation für die nächste Champions-League-Saison: „Ja, mit unserem Kader ist alles möglich. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir das noch schaffen können.“

Baba noch immer mit dem FCA in Kontakt

Trotz des großen Sprunges des jungen Ghanaers vergisst dieser nicht, woher seine Wurzeln stammen. So äußerte er sich auch zu seinem Ex-Verein FC Augsburg nur positiv: „Klar, ich habe noch viel Kontakt zu Spielern und vor allem zu Sportdirektor Stefan Reuter.“ Nun zähle aber nur noch London, wie er klarstellte und verwies auf die große Umstellung vom FCA zu Chelsea: „Jetzt bin ich in London. Es ist alles mehrere Nummern größer.“

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Über Sebastian Voichtleitner

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