Stevens schließt 2. Jahr in Hoffenheim aus

München – Ein hartes Trainingslager in Südafrika liegt hinter der TSG 1899 Hoffenheim. Wer Huub Stevens kennt, der weiß, für die Schönheiten des Landes hat er dabei keinen Blick. Der Knurrer von Kerkrade, wie er genannt wird, hat nur eine Mission: Klassenerhalt.

Huub Stevens holt mit Armin Reutershahn einen alten Bekannten nach Sinsheim. Foto: Shaun Botterill/Getty Images
Huub Stevens hatte zuvor zwei Mal den VfB Stuttgart vor dem Abstieg gerettet. Foto: Shaun Botterill/Getty Images

Gerüstet für Abstiegskampf

Stevens sieht seine Mannschaft gut gerüstet für den Abstiegskampf, im Camp in Südafrika habe sich das Team gut vorbereitet. „Das Trainingslager war intensiv, die Spieler haben gut gearbeitet. Auch spielerisch haben wir Fortschritte gemacht“, berichtete der Trainer im Interview mit dem kicker. Doch es gibt noch Luft nach oben: „Wir sind in der Organisation weitergekommen, auch im Spiel nach vorne haben wir einiges verbessert. Aber wir lassen noch zu viele Chancen aus. Und der letzte Pass muss noch viel besser kommen.“

Keine Angst vor Leverkusen und Bayern

Für die TSG ist der Start in die Rückrunde alles andere als leicht. Die Kraichgauer treffen auf Leverkusen und Bayern. Dennoch quält Stevens keine Abstiegsangst: „Angst? Das ist ein ganz schlechter Ratgeber. Vertrauen ist wichtig. Es kommt viel Druck von außen, dagegen muss man sich wehren. Wehren gegen Gegner und gegen die Eigendynamik eines schlechten Laufs.“

Letztes Trainingslager für Stevens?

Die Mission in Hoffenheim ist heikel. Im Interview mit dem kicker gibt der Niederländer zu, dass sich die Rettungsmission als schwieriger entpuppte als angenommen. „Ich bin nicht zufrieden, da waren andere Mannschaften in manchen Bereichen schon weiter“, sagte Stevens. Da die Konkurrenz nicht schläft und in der Winterpause einige neue Spieler binden konnte, warten auch die TSG-Fans auf neue Kräfte. Typisch Stevens ist er auch da nicht beunruhigt: „Wir versuchen ja auch, noch etwas hinzukriegen. Wenn nicht, dann sollte es eben nicht sein.“ Diesen Ruhepol benötigt man im Abstiegskampf, da macht Stevens niemand etwas vor. Doch in einem ist sich der Niederländer sicher: Dieses wird das letzte Trainingslager für ihn bei der TSG sein. Ein zweites Mal wie in Stuttgart werde es für ihn nicht geben.

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