Bundesliga

Langerak: Rivalität ist vorbei

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München – Im türkischen Belek hört man auf dem Trainingsplatz jemanden laut schreien und fluchen. Torwart Mitch Langerak steht wieder auf dem Platz und kennt seine neuen Spieler dabei schon ganz genau: „Ich habe immer die Nähe zur Mannschaft gesucht und oft extra morgens um sieben Uhr mit der Reha begonnen, um anschließend einfach nur in der Kabine dabei zu sein, um keine Distanz aufkommen zu lassen. Es ist wichtig, ein gutes Verhältnis zu haben – auch für mein Spiel“, erklärte der 27-Jährige im Interview mit dem kicker.

Langerak fühlt sich fit

Er fühle sich sehr gut, vor allem gesund. Mit Stolz verkündete er: „Ich habe alle Einheiten im Trainingslager mitgemacht, meine Fitnesswerte sind sogar besser als im Sommer.“ Der VfB benötigt auch einen starken Torhüter, wobei die zahlreichen Gegentreffer nicht an Torwart Przemyslaw Tyton festgemacht werden sollen. Den Konkurrenzkampf im Tor sieht Langerak eher gelassen: „Die Zeit der großen Rivalitäten wie früher ist längst vorbei. Jeder will die Nummer 1 sein, und jeder hat die Chance dazu. Beleidigt zu sein bringt nichts, wenn es nicht klappt. Man sollte sich einfach so gut wie möglich vorbereiten, alles andere entscheiden andere.“

Große Gelassenheit beim Sunnyboy aus Australien

Der Australier hat gelernt, geduldiger zu sein. Sein Ehrgeiz habe ihm die schwere Verletzung zugefügt. Davon ist er überzeugt. „Ich habe während meiner Reha nach der Muskelverletzung richtig Gas gegeben und damit vielleicht auch ein Stück weit die Knieprobleme ausgelöst, die später zur OP geführt haben.“ Doch nun geht es für den Australier, der aus Tieri, einem Dorf mitten im Outback von Queensland mit 1500 Einwohnern stammt, wieder bergauf. Im Dezember hat er geheiratet – klassisch und mit Anzug bei 39 Grad Celsius.

Für die Towartposition prädestiniert

Seine gute Laune ist ansteckend: „Das Leben ist schön. Ich fühle mich gut und habe Freude an dem, was ich mache“, so Langerak. Das war schon zu Kindeszeiten so. „Damals war Fußball nur ganz klein in Australien, wir hatten auch keine Mannschaft, das kam erst später. Ich habe alles Mögliche gemacht: Cricket, Rugby, Schwimmen. Ich glaube, ich war der Einzige, der einen Ball fangen konnte.“ Für den VfB könnte diese frühe kindliche Prägung im Abstiegskampf noch sehr bedeutend werden.

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Über Daniel Michel

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