Bundesliga

96-Idol greift Frontzeck und Dufner an

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München – Tabellenletzter und schon fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, bei Hannover 96 sieht es derzeit düster aus. Klublegende Dieter Schatzschneider gibt Ex-Trainer Frontzeck und Ex-Manager Dufner die Hauptschuld.

Einkäufe haben nicht gepasst

Hannover 96 taumelt der 2. Bundesliga entgegen. Auch für Klubidol Dieter Schatzschneider ist das Team von der Leine Abstiegskandidat Nummer eins. Die Hauptgründe für den Absturz sieht der ehemalige Stürmer in der Arbeit von Ex-Trainer und Ex-Manager. „Es sind die Altlasten. Was Dufner und Frontzeck hinterlassen haben, war nicht bundesligatauglich. Die Einkäufe haben alle nicht gepasst. Wir hatten vier Sechser, aber keinen torgefährlichen Mittelfeldspieler“, sagte Schatzschneider der Sport-Bild.

Präsident Kind mit ungewöhnlichen Entscheidungen

Allein sind die beiden natürlich nicht Schuld an der prekären Situation. Auch Präsident Martin Kind hat mit unorthodoxen Entscheidungen zur Misere beigetragen. Er hatte Dufner schon in der ersten Jahreshälfte 2015 entmachtet, ihm dennoch die Kaderplanung für die Saison übertragen. Mit Frontzeck, der im Sommer den Klassenerhalt geschafft hatte, verlängerte er im Alleingang trotz zahlreicher Bedenken im Verein.

Mit Schaaf soll die Wende gelingen

Die Wende sollen nun der neue Manager Martin Bader und Trainer Thomas Schaaf schaffen. In den ersten beiden Rückrundenpartien hat sich der Wechsel aber noch nicht in Punkten ausgezahlt. Dennoch ist Schaafs Taktik der richtige Weg für Schatzschneider. In der Hinrunde habe man sich versteckt. „Jetzt spielen wir nach vorne. Und wir haben zwei Stürmer, die mir keiner aus dem Strafraum schubst“, sagte Schatzschneider über die neuen 96-Angreifer Hugo Almeida (31) und Adam Szalai (28). Für ihn gibt es nur eine Alternative: „Thomas Schaaf folgen. Die Mannschaft muss das System annehmen und mutig spielen!“, sagte er.

Über Carsten Ruge

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