Bundesliga

Ärger für Horst Heldt wegen Avdijaj

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München – Nachdem sich Horst Heldt negativ über den verliehenen Donis Avdijaj geäußert haben soll, attackiert nun dessen Berater den Schalke-Manager und wirft ihm fehlenden Anstand und Verunglimpfung vor.

E-Mail an Schalke-Bosse

Am Dienstag vergangener Woche bekamen Schalkes Aufsichtsrats-Boss Clemens Tönnies, Sport-Vorstand Horst Heldt und Finanz-Vorstand Peter Peters Post. Absender der Mail: Karsten Schmidt, Rechtsanwalt aus Berlin und Berater des derzeit verliehenen Schalke-Profis Donis Avdijaj. Schmidt sagte gegenüber der Sport-Bild: „Ich habe den Verantwortlichen von Schalke eine Mail geschrieben, weil mir nach den letzten Äußerungen von Herrn Heldt über Donis die Hutschnur geplatzt ist!“

Abreise aus Trainingslager Auslöser

Auslöser war die verletzungsbedingte Abreise des 19-Jährigen aus dem Trainingslager von Sturm Graz in Belek. Heldt sagt, Schalke sei von Graz-Manager Gerhard Goldbrich informiert worden, dass Avdijaj ohne Erlaubnis abgereist sei. Die WAZ schrieb: „Heldt kommentierte den Vorgang süffisant: ‚Ich mache mir um Donis keine Sorgen, weil er geerdet ist. Er hat alles im Griff. Er hat jetzt eine Verletzung, die ihn befähigt, das Trainingslager zu verlassen.“ Heldt wird weiter zitiert: „Wir haben diese Information bekommen, er hat aber nicht jedem Bescheid gesagt, dass er das Trainingslager verlässt.“

Fünf Wochen Pause wegen Muskelverletzung

Schmidts Konter in der Sport-Bild: „Das ist natürlich korrekt. Den Ersatztorwart und den Platzwart hat Donis nicht informiert“ Den Trainer schon – und das sei entscheidend. Graz-Trainer Franco Foda bestätigt: „Donis hat mich morgens um halb sieben aus dem Schlaf geklingelt. Ich habe ihm die Erlaubnis erteilt, um 9 Uhr eine Maschine nach Berlin zu nehmen, um sich bei Dr. Krüger untersuchen zu lassen.“ Der Experte für Leistenverletzungen diagnostizierte eine Muskelbündelverletzung und voraussichtlich fünf Wochen Ausfallzeit.

Schmidt kritisiert „Ferndiagnose aus 3300 Kilometern“

Für Schmidt ist völlig unverständlich, warum sich Heldt in der Form über seinen Schützling geäußert hat. „Ich vermisse jeglichen Anstand. Jeder Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht für seine Angestellten, die in meinen Augen hier verletzt wurde. Es wird eine Schublade bedient und ein junger, sicher nicht stromlinienförmiger Spieler verunglimpft. Ich hätte mir einen Anruf von Herrn Heldt gewünscht anstelle einer Ferndiagnose aus 3300 Kilometern“, sagte der Berater.

Über Carsten Ruge

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