Alle helfen „Schweini“

München – Nach der herben Kritik von Trainer Louis van Gaal und der englischen Presse an Bastian Schweinsteiger erfährt der deutsche Nationalspieler Rückendeckung aus der Heimat. Schweinsteiger war von vielen als Ursache für das Champions-League-Aus von Manchester United ausgemacht worden. Nationaltrainer Jogi Löw stärkt dem 31-Jährigen jedoch demonstrativ den Rücken.

Bundestrainer Löw stärkt Schweinsteiger nach dem CL-Aus gegen Wolfsburg den Rücken. Foto Christophe Simon/AFP/Getty Images
Bundestrainer Löw stärkt Schweinsteiger nach dem CL-Aus gegen Wolfsburg den Rücken. Foto Christophe Simon/AFP/Getty Images

„Wir wissen beim DFB, was wir an Bastian haben. Er ist nach wie vor ein Weltklasse-Spieler und unumstritten als unser Kapitän. Man muss auch einem erfahrenen Spieler wie ihm Zeit geben, sich an die neue Liga zu gewöhnen. Ich bin sicher, Manchester United wird an Bastian Schweinsteiger noch viel Freude haben“, sagte Löw in der Bild-Zeitung.

Kritik ist „zu billig“

Auch ein ehemaliger Dortmunder unterstützt Schweinsteiger. Andreas Möller verteidigt den ehemaligen Bayernstar in seiner tz-Kolumne: „Bei Bastian Schweinsteiger muss man noch abwarten, auch er muss seinen Rhythmus noch finden. Aber das Aus in der Champions League nur an ihm festzumachen, wäre in meinen Augen zu billig.“

Und ebenso bei seinem ehemaligen Arbeitgeber FC Bayern München hält man die übermäßige Kritik an Schweinsteigers Leistung für unangebracht. Franz Beckenbauer betonte etwa bei Sky: „Wenn ich 2:3 in Wolfsburg verliere, ist das nicht die Schuld eines einzelnen.“

Rummenigge ist „enttäuscht von Louis“

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge findet vor allem für United-Trainer Louis van Gaal, der Schweinsteiger öffentlich in die Pflicht nahm, klare Worte. „Ich bin ein bisschen enttäuscht von Louis, er soll den Basti in Ruhe lassen, er wollte ihn unbedingt haben. Basti braucht ein bisschen Zeit. Man kann nicht jetzt schon ein Urteil über ihn fällen“, so der 60-Jährige in der Sport Bild.

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