Über zehn Anfragen für Favre

München – Nach 189 Spielen auf der Trainerbank von Borussia Mönchengladbach entschied sich Lucien Favre gegen einen Verbleib am Niederrhein und trat nach dem 5. Spieltag dieser Saison von seinem Posten zurück. Eine Weile war der Medienrummel um seine Person etwas abgeklungen, doch mittlerweile buhlen zahlreiche Klubs um die Dienste des Schweizers.

Das Buhlen um Lucien Favre hat europaweit begonnen. (Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP/ Getty Images)
Das Buhlen um Lucien Favre hat europaweit begonnen. (Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP/ Getty Images)

Ligue-1-Clubs liegen auf der Lauer

Insbesondere in Frankreich scheint Favre heiß begehrt zu sein und für seine Leistung mit Borussia Mönchengladbach hoch im Kurs zu stehen. Laut l’equipe liegt Olympique Lyon, Tabellen-Neunter in Frankreich mit sechs Zählern Rückstand auf einen Champions-League-Qualifikationsplatz, in Lauerstellung, um Favre zu engagieren. Der amtierende Coach Hubert Fournier stehe kurz vor der Entlassung, so der Bericht, denn Präsident Jean-Michel Aulas wolle beim einstigen Serien-Meister auf die sportliche Talfahrt mit einem deutlichen Zeichen reagieren.

Auch beim HSC Montpellier stellt sich die Trainerfrage, nachdem Rolland Courbis am Mittwoch zurückgetreten war. Favre wird auch hier in französischen Medien als möglicher Nachfolger gehandelt.

Hannover ohne Trainer

Ebenso gilt Favre in der Bundesliga als begehrter Trainer, hat er doch die Borussia vom Abstiegskandidaten zum Champions-League-Aspiranten geformt. Hannover 96 ist nach dem Rücktritt von Michael Frontzeck ohne Trainer – und auch bei den Niedersachsen soll Favre auf der Liste stehen. Der VfB Stuttgart war bis vor Kurzem auf Trainersuche, bei Präsident Bernd Wahler soll Favre für die Nachfolge von Alexander Zorniger hoch im Kurs gestanden haben. Der VfB entschied sich für Jürgen Kramny, auch weil offenbar Favre abgesagt hatte.

Favre soll übereinstimmenden Medienberichten nach nicht daran interessiert sein, wieder einen Klub aus der Abstiegszone zu befreien und in der Tabelle nach oben zu führen. Favre wolle einen Verein mit „internationaler Perspektive“ übernehmen, ansonsten werde er während der Saison keinen Trainer-Job annehmen, zumal er noch einen Vertrag mit Gladbach bis 2017 besitze.

Über zehn Job-Angebote

Lyon, Montpellier, Stuttgart und Hannover – das waren bei Weitem noch nicht alle Interessenten für Favre. Laut dem Schweizer Blick habe Favre bereits mehr als zehn Job-Anfragen erhalten, darunter Hellas Verona aus Italien, der FC Touluse und der OSC Lille aus Frankreich, Aston Villa und Sunderland aus England, Galatasaray Istanbul aus der Türkei und auch der dänische Verband habe Interesse gezeigt, um Favre als Nationaltrainer zu gewinnen.

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