Altintop ist kritisch: Mancher Jungprofi schläft zu wenig wegen Social Media

München – Mit Real Madrid oder dem FC Bayern spielte Hamit Altintop um Titel. Nach seinem Winterwechsel von Istanbul nach Darmstadt ist aber Abstiegskampf angesagt. Altintop fühlt sich dennoch wohl bei den Lilien, räumt aber ein, dass seine vertragliche Zukunft offen ist.

Darmstadts Hamit Altintop spielte einst mit seinem Bruder Halil auf Schalke zusammen. Kommt es noch zur Wiedervereinigung? Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

„Starke Einheit“ bei den Lilien

„Wir haben hier in Darmstadt eine gute Gruppe und sind eine starke Einheit. Wir wollen die Qualität, die wir zuletzt gezeigt haben, weiter bringen und Punkte holen. Wir wollen grundsätzlich jedes Spiel gewinnen“, betonte Hamit Altintop im Interview mit Bild. Über „verschenkte“ Punkte wie gegen Augsburg ärgert er sich, den Klassenerhalt mit den Lilien hat er nicht aus den Augen verloren, auch wenn es schwer wird. Würde Altintop aber auch mit in Liga 2 gehen? Beendet der 34-Jährige bei einem Abstieg gar seine Karriere? „Man muss immer realistisch sein und zu sich selber ehrlich. Ich gucke von Jahr zu Jahr“, wich Altintop der Frage ein wenig aus.

Revival mit Bruder Halil?

Andererseits hat er auch den Traum nicht aufgegeben, nochmal mit seinem Bruder Halil (FC Augsburg) zusammenzuspielen. „Das ist so ein Traum, aber die sportlichen Ziele müssen schon passen und die anderen Faktoren alle auch. Das war damals bei Schalke so, als wir eine gute Saison gespielt und nur knapp die Meisterschaft verpasst haben.“ Und: „Es ist schwierig, dass wieder alles passt, aber wir würden beide nicht nein sagen.“

Wird Altintop Trainer?

Nach seiner Profi-Karriere geht die Tendenz dahin, als Trainer zu arbeiten, dennoch sei auch dieses Vorhaben noch nicht fix. „Ich will auf jeden Fall im Fußball bleiben. Aber in welcher Funktion, wird man dann sehen“, so der Türke, der betonte: „Es ist wie bei einem Spieler, der sagt, ich will ein Stürmer sein und dann wird er ein guter Innenverteidiger. Ich will ein guter Trainer sein, aber vielleicht werde ich ein guter Sportdirektor oder so. Das weiß man nie.“

Warum er keinen Social-Media-Account hat

Altintop ist in den sozialen Medien wie so viele Bundesliga-Profis älteren Semesters nicht aktiv. Er rechtfertigte sich dafür – und verteilte auch einen kleinen Seitenhieb an die junge Generation. „Meine Accounts hat meine Frau damals mal für mich eingerichtet, aber ich bin eigentlich kein Fan davon“, so Altintop, der ausführte: „Manche Leute zeigen sich von morgens bis abends: ,Guten Morgen, gute Nacht, heute wird das gegessen…‘ Wenn es aber mal nicht passt, dass sie vielleicht von der Presse privat fotografiert werden, dann heißt es schnell: ,Das ist privat.'“ Er ergänzte: „Es ist so eng beieinander, man muss es trennen können. Ich kann mir schon vorstellen, dass manche Jungs mit 20 vorm Schlafen zwei Stunden aufs Handy gucken und dann den Schlaf versäumen.“

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