Amiri sichert Hoffenheim mühsamen Sieg in Erfurt

1899 Hoffenheim ist mit mehr Mühe als erwartet in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.

Nadiem Amiri schoss das goldene Tor (Photo by FIRO/FIRO/SID/)
Nadiem Amiri schoss das goldene Tor (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

1899 Hoffenheim ist mit mehr Mühe als erwartet in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen, hat sich bei der Generalprobe zur Qualifikation für die Champions League aber zumindest keine Blöße gegeben. Drei Tage vor dem Hinspiel um den Einzug in die Königsklasse gegen Jürgen Klopps FC Liverpool setzten sich die Kraichgauer mit 1:0 (0:0) beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt durch.

Für die lange Zeit äußerst harmlose Mannschaft von Coach Julian Nagelsmann traf Nadiem Amiri (55.) vor 8144 Zuschauern in Thüringens Landeshauptstadt.

Hoffenheim hatte zwar von Beginn an Vorteile beim Ballbesitz, brauchte aber überraschend lange, um sich gegen den aufopferungsvoll kämpfenden 18. der 3. Liga Chancen zu erspielen. Dabei setzte Nagelsmann in der Startformation ebenso auf den zuletzt leicht angeschlagenen Nationalspieler Sandro Wagner wie auf Neuzugang Nico Schulz (kam aus Mönchengladbach). U21-Europameister Serge Gnabry musste zunächst eine knappe Stunde auf der Bank Platz nehmen.

Vor dem wichtigen Play-off-Hinspiel gegen Liverpool am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky) wurde zudem wie angekündigt Torhüter Oliver Baumann geschont. Sein Ersatzmann Gregor Kobel bekam allerdings wenig zu tun. Thüringen-Pokalsieger Erfurt, der erstmals seit acht Jahren wieder im DFB-Pokal dabei war, kam in der ersten Halbzeit nie gefährlich vor das Tor der Gäste. Allerdings galt das auch für Hoffenheim, das seiner Favoritenrolle zu lange nicht gereicht wurde und offensiv enttäuschte.

Die TSG versuchte zwar immer wieder den 29 Jahre alten Wagner im Zentrum anzuspielen, allerdings kamen die Bälle auf den Angreifer zu unpräzise, und er konnte seine Stärken nicht wie gewünscht ausspielen. Kaum eine Flanke aus dem schwachen Mittelfeld fand den Weg ins Zentrum, das die Erfurter allerdings auch diszipliniert verteidigten. Die Gastgeber standen tief in der eigenen Hälfte und verschoben den Defensiv-Verbund fast immer richtig.

Zwar machte Philipp Klewin im Tor von Rot-Weiß nicht immer einen sicheren Eindruck, doch nutzen konnte Hoffenheim das erst, als Kerem Demirbay den Ball im Strafraum zum Führungstreffer für Amiri auflegte. Nur Sekunden später wurde Demirbay ausgewechselt und der von Rekordmeister Bayern München ausgeliehene Gnabry feierte sein Pflichtspieldebüt im Trikot der Kraichgauer. Auch anschließend ließ der Europapokal-Teilnehmer beste Chancen ungenutzt.

Auffälligster Spieler bei Hoffenheim war Amiri, aufseiten der Erfurter verdienten sich Merveille Biankadi und Jens Möckel gute Noten.

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