Amnestie für ausgesperrte Fans? Völler will Ultras wieder ins Boot holen

München – Bayer Leverkusne steckt im Konflikt mit seinen „eingefleischten“ Fans. Die Ultras boykottieren Spiele der Werkself, nun will Manager Rudi Völler auf sie zugehen.

Rudi Völler kämpft um die Gunst der Fans in Leverkusen. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

„Wollen uns annähern“

„Wir wollen uns zur nächsten Saison wieder den Ultras annähern“, sagte Völler der Sport-Bild. Er ergänzte: „Das ist ein Ziel, das uns sehr wichtig ist. Dafür wollen wir uns mit allen Beteiligten zusammensetzen.“ Leverkusen plant dazu ein Maßnahmenpaket. Zunächst wurden die Abläufe in der Stadionverbotskommission überarbeitet. Dort sollen Beschuldigte nun angehört werden, bevor ein Verbot gegen sie ausgesprochen wird.

Werden Verbote wieder aufgehoben?

Und: Dem Bericht nach sollen auch bereits ausgesprochene Verbote von der Kommission womöglich überprüft  werden. „Sollten sich aus der Anhörung Tatsachen ergeben, die eine Verringerung oder Aufhebung des Stadionverbotes zur Folge hat, wird Bayer 04 tätig werden“, kündigte Völler nun an.

Der Auslöser des Konflikts

Als Auslöser des Konflikts zwischen Bayer und den Fans gelten zwei Vorfälle beim Derby gegen Gladbach. So genehmigte der Brandschutzbeauftragte eine Choreo der Fans nicht, weil die Banner den Brandtest nicht bestanden hatten. Die Fans glaubten aber offenbar, der Klub nutze dies nur als Vorwand für ein Verbot der Banner. Zudem wurden Leuchtraketen von außerhalb ins Stadion geschossen, wodurch sich ein Kameramann verletzte. Als die Polizei beim Heimspiel gegen Frankfurt nach den Tätern fahndete, verließen die Ultras geschlossen den Block. Seitdem fehlt der Werkself ein Großteil an Unterstützung aus dem Fan-Block.

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