Bundesliga

Schubert nimmt Xhaka in Schutz

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München – Er kam, sah und siegte. Andre Schubert von Borussia Mönchengladbach ist der Trainer-Debütant der Vorrunde.

„Gewinner unter den Trainer“

Wenig überraschend, dass er in einer kicker-Umfrage unter den Spielern zum „Gewinner unter den Trainern“ gewählt wurde. „Ich freue mich sehr darüber, weil es schon seine Bedeutung hat, wenn es aus den Reihen der Profis kommt. Aber ich bin mir im Klaren darüber, dass der Fußball sehr schnelllebig ist“, kommentierte Schubert im Interview mit dem kicker.

„Emtionalität wichtig für sein Spiel“

Deshalb geht sein Blick auch auf die kommenden Aufgaben. Die Fans dürften zwar von der Champions League träumen, er halte aber wenig davon, „sich über ferne Ziele Gedanken zu machen“. Seinen 23-jährigen Kapitän Granit Xhaka nahm er trotz dreier Platzverweisen in Schutz. „Die Emotionalität ist wichtig für sein Spiel, er war damit in einer schwierigen Phase von uns der aggressive Leader. Trotzdem muss er die Balance besser hinbekommen“, so Schubert.

Kritk an Stürmer-Denke

Er verstehe zudem, dass einige Spieler wie die Angreifer Thorgan Hazard oder Josip Drmic mit ihrer Rolle als Joker unzufrieden sind. „Ich kann nur elf Leute aufstellen. Der Kader hat eben eine hohe Qualität! Die Vorbereitung bietet nun jedem wieder eine schöne Gelegenheit, sich zu präsentieren. Das gilt für alle“, stellte der Gladbacher Coach dar. Statt Hazard oder Drmic setzte Schubert lieber auf Lars Stindl oder Raffel, die früher vor allem im Mittelfeld agierten. „Wir halten in Deutschland seit vielen Jahren an einer bestimmten Vorstellung von einem klassischen Stürmer fest. Basierend auf einer Definition, die sich irgendwann mal etabliert hat – ein Mittelstürmer muss eine gewisse Größe haben, kopfballstark sein, mit dem Rücken zum Tor agieren“, kritisierte er.

In der Ruhe liegt die Kraft

Früher galt Schubert oft als sehr verbissen. Dies hat sich inzwischen geändert. „24 Stunden sieben Tage die Woche immer nur das Gleiche, immer Vollgas, nur brummen, das funktioniert nicht“, behauptete er. An freien Tagen könne er komplett abschalten. Wenn Schubert jedoch an Fußball denkt, feilt er am taktischen Verhalten seiner Mannschaft. „Richtig gut bist du, wenn du schon den nächsten Schritt kennst, bevor der Gegner die Lösungen gefunden hat. So hat man die Nase immer vorne“, sagte er.

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