Bundesliga

Bode wiegelt Fischer-Kritik ab

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München – Der SV Werder Bremen steht vor einer schwierigen Rückrunde, denn die Mannschaft von Viktor Skripnik steht mitten im Abstiegskampf. Doch diese Aufgaben könnte man im Norden auch ohne große Neuzugänge meistern, wie Aufsichtsratchef Marco Bode im kicker erklärte und gleichzeitig an das Erreichen der gesteckten Ziele am Ende der Spielzeit glaubt.

Bode: „Ich habe keine Angst um Werder“

„Ich habe keine Angst um Werder. Doch wir stehen augenblicklich auf dem 16. Platz, das ist die Wahrheit“, gab sich der ehemalige Bundesliga-Stürmer realistisch und verteidigte trotz der derzeitigen Tabellenplatzierung die Transferpolitik der Werderaner: „Ein neuer Spieler muss uns nicht weiterbringen, zumal Transfers im Winter mit Risiko behaftet sind. Wenn wir fünf Millionen investieren und garantiert bekommen, dass wir Zehnter werden, würde ich es sofort machen. Aber es gibt keine Versicherung gegen den Abstieg.“

Vertrauen in die bestehende Mannschaft

Grund für die Passivität auf dem Transfermarkt sei für Bode vor allem das Vertrauen in das vorhandene Personal: „Wir haben uns aus Überzeugung für diesen Weg entschieden, der auch schiefgehen kann. Wir gehen mit diesem Kader in die Rückrunde, der so schlecht nicht ist, bei dem mitunter nur die Konstanz fehlte. Wir vertrauen dieser Mannschaft, dem Trainerteam und der sportlichen Leitung um Thomas Eichin.“

Neuzugänge im Winter möglich

Dennoch könne es noch Neuzugänge in Bremen geben, diese müssten jedoch realistisch und umsetzbar sein: „Aktionistische Transfers wird es nicht geben. Doch wenn sich eine Option wie vor einem Jahr mit Vestergaard ergibt, könnten wir noch etwas tun. Niemand im Aufsichtsrat will Dinge verhindern, die helfen, den Abstieg zu vermeiden.“

Februar kann für Werder entscheidend sein

Auch ließ es sich Bode nicht nehmen, auf den Spielplan der Rückrunde zu blicken und diesen zu bewerten: „Ein ungewöhnlicher Spielplan für uns: Erst alle Spitzenmannschaften im Weserstadion, nun wichtige Heimspiele gegen Konkurrenten. Nominell haben wir ein schweres Auftaktprogramm. Doch ich bin überzeugt, dass wir auch aus den ersten vier Spielen Punkte holen werden. Es folgt der entscheidende Februar.“

Heimspiele in der Rückrunde als Trumph

Um nach dieser Saison noch immer im Oberhaus zu vertreten sein, komme es für den ehemaligen Bremer Stürmer-Star vor allem auf folgende Dinge an: „Erstens wird sich unsere Elf steigern. Zweitens haben wir viele Spiele im Weserstadion, wo uns die Fans helfen. Und zudem ist Viktor Skripnik der richtige Trainer und Erfolgsgarant.“

Unrealistische Erwartungen an Bode

Auch zu seiner Person bezog sich der Bremer Aufsichtsratchef und vertritt dabei die Meinung, dass er als Nachfolger von Klub-Legende Willi Lemke nicht als Heilsbringer angesehen werden will: „Die Erwartungen, die die Öffentlichkeit an diesen Wechsel geknüpft hat, waren unrealistisch. Ich habe immer gesagt: Nicht allein durch meine Person wird bewirkt, dass die Bremer Unternehmen Schlange stehen und Geld geben.“

Bode kontert Fischer-Kritik

Gleichzeitig weist Bode auch die Kritik von dem ehemaligen Werder-Präsidenten Klaus Fischer zurück, der den aktuellen Verantwortlichen unterstellt, nicht genug bei der Investorensuche zu unternehmen. „Es wird doch gehandelt, wie Klaus-Dieter Fischer aus seiner Tätigkeit weiß. Doch es gestaltet sich nicht so einfach, entsprechende Partner zu finden“, verteidigte Bode die derzeitigen Aktivitäten und mahnte weiter: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht vom Timing danebenliegen. Unsere sportliche Lage ist nicht optimal. Wir dürfen nicht aus einer finanziellen Notlage handeln, sondern müssen strategisch denken.“

Bode will den eingeschlagenen Weg fortführen

Der 46-Jährige erklärte auch die Ziele des ehemaligen deutschen Meisters und betonte, auch in Zukunft den eingeschlagenen Weg weitergehen zu wollen: „Werder muss seine Position im verstärkten Wettbewerb der Bundesliga finden. Auch mit einem Investor sollten wir prinzipiell keinen anderen
Weg gehen.“

Marco Bode zählte zu einem der erfolgreichsten Torjäger der Bundesliga. So erzielte er in 379 Ligaspielen im Oberhaus 101 Tore. Mit den Norddeutschen feierte er zudem neben dem Gewinn der deutschen Meisterschaft auch drei Siege im DFB-Pokal. Der größte Erfolg war jedoch der Triumph im Europapokal der Pokalsieger 1991/92.

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Über Sebastian Voichtleitner

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