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Bakery Jatta nach Flucht vor Unterzeichnung eines Profi-Vertrages

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München – Es ist eine der schönen Geschichten der Winterpause. Bakery Jatta musste im letzten Jahr auf einem überfüllten Flüchtlingsboot um sein Leben bangen. Jetzt steht der 17-Jährige kurz vor der Unterschrift beim Hamburger SV und dem Eintritt in den Profifußball. Kurios, da Jatta bisher noch für keinen einzigen Verein aktiv spielte.

HSV-Trainer Labbadia voll des Lobes

„Bakery hat eine große Spiel-Intelligenz, gute Anlagen“, bestätigt HSV-Trainer Bruno Labbadia in der Bild-Zeitung sein Interesse an dem afrikanischen Flügelstürmer und fügt an: „Ich habe großen Respekt vor seiner Story. Er hat sich getraut, einen sehr beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen. Es geht aber auch bei ihm streng nach Leistung. Einen Flüchtlingsbonus wird es nicht geben.“

Aktuell prüfen die Anwälte des HSV die Vertragsmodalitäten für Flüchtlinge. Um für den Traditionsverein auflaufen zu dürfen, müsste eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung seiner sportlichen Tätigkeit beantragt werden. Sein Asylverfahren bliebe weiter im Gang.

Einsatz erst mit 18

Der Bundesliga-Dino bereitet sich aktuell im türkischen Belek auf die Rückserie vor. Diese Reise durfte der aus Gambia stammende Jatta, der auch von Werder Bremen und dem FC Schalke 04 umworben wird, nicht mit antreten. Er darf sich aktuell als Flüchtling nur in der Bundesrepublik aufhalten. Nach der Rückkehr nach Hamburg trainiert Jatta wieder mit den Profis. Eingesetzt werden darf der Nicht-EU-Ausländer erst ab seinem 18. Geburtstag im Sommer.

Über Maximilian Riepenhof

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