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Altkanzler Schröder: „Das Sommermärchen bleibt ein Sommermärchen“

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Altkanzler Gerhard Schröder sieht die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland rückblickend nicht durch den Skandal um deren Vergabe beschmutzt.

Altkanzler Gerhard Schröder (72) sieht die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland rückblickend nicht durch den Skandal um deren Vergabe beschmutzt. „Das Sommermärchen bleibt ein Sommermärchen und zwar mit außerordentlichen positiven Auswirkungen für das Image Deutschlands in der Welt“, sagte Schröder am Montag in Hannover.

In der Affäre „sollte man trennen zwischen dem, was man partiell kritisiert, und dem, was dieses Ereignis insgesamt war“, sagte Schröder, der als Regierungschef bei der entscheidenden Abstimmung 2000 in Zürich vor Ort war: „Und da war mehr als die eine oder andere Fehlentscheidung, die aufgedeckt worden ist und aufgedeckt werden musste. Es war halt mehr und dieses Mehr sollte nicht zu gering bewertet werden.“

Noch immer ist die Frage aller Frage ungeklärt: Welchem Zweck dienten die 6,7 Millionen Euro, die bei Skandalfunktionär Mohamed bin Hammam in Katar landeten? Daneben gibt es noch zahlreiche andere Unklarheiten, die weiter von der Frankfurter Staatsanwaltschaft und der Schweizer Bundesanwaltschaft untersucht werden. Dabei wird die Rolle von nahezu aller ehemaligen WM-Bosse um Franz Beckenbauer unter die Lupe genommen.

„Ich habe verstanden, dass die Medien das Zustandekommen kritisiert haben“, sagte Schröder, neuer Aufsichtsratschef des Zweitligisten Hannover 96: „Aber ich habe nicht verstanden wie man ein unglaubliches Ereignis, das die Rolle Deutschlands in der Welt so was von positiv unterstützt hat, gleich mit in Zweifel ziehen kann.“

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