Bundesliga

Aufholjagd? Höwedes bleibt skeptisch

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München – Mit fünf Niederlagen in der Bundesliga ist Schalke 04 fatal in die Saison gestartet. Nun ist Königsblau acht Pflichtspiele ungeschlagen und empfängt Werder Bremen am 10. Spieltag. Kapitän Benedikt Höwedes sieht die Europacup-Plätze für Schalke aber noch weit entfernt.

Höwedes: Champions-League-Quali ade?

Reicht es für Schalke noch für die Champions League? „Über dieses Ziel brauchen wir aktuell nicht reden. Wir haben nur acht Punkte auf dem Konto und laufen den anderen Teams erst einmal hinterher. Das haben wir uns selber eingebrockt“, wiegelte Benedikt Höwedes im Interview mit Bild am Sonntag ab. Ghet zumindest etwas Richtung Top Sechs in der Tabelle? „Wir hinken so weit hinterher, dass wir auch darüber nicht nachdenken müssen. Ziel muss es sein, den Anschluss zu finden. Wir wollen die Situation nach dem verpatzten Start unbedingt umbiegen. Nur wenn wir den Abstand bis Weihnachten deutlich verkürzt haben, können wir unsere Ziele neu definieren“, blieb Höwedes vorsichtig. Er ergänzte: „Wir müssen erfolgreich spielen und dann hoffen, dass andere Punkte liegen lassen.“ Die Liga sei so ausgeglichen, „dass wir um jedes einzelne Spiel kämpfen müssen.“

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Zu viele Fehler zu Beginn

Er sei zwar weiter überzeugt, dass das Team für „harte Arbeit belohnt“ werde, allerdings „muss klar sein, dass wir nicht nachlassen dürfen.“ Über den verpatzten Saisonstart sagte Höwedes: „Wir haben individuelle Fehler gemacht, die gnadenlos bestraft wurden. Fehler passieren natürlich, aber wir haben praktisch mit jeder gegnerischen Chance sofort ein Gegentor kassiert. So etwas nagt am Selbstvertrauen.“ Noch immer sei die Gefahr, in den Abstiegskampf zu rutschen, noch nicht gebannt, warnte Höwedes.

Lob für Weinzierl

Der Kapitän lobte besonders das ruhige Vorgehen von Trainer Markus Weinzierl in der Krisensituation. „Der Trainer hatte in der schwierigen Phase eine absolut positive Ausstrahlung. Das war beeindruckend“, sagte Höwedes und führte aus: „Er hat akribisch weiter an unseren Schwächen gearbeitet und immer an uns geglaubt. Das hat uns ein gutes Gefühl gegeben. Auch Betreuer und Team haben ihren Anteil, weil alle an einem Strang gezogen haben.“ Diese Ruhe sei eine „neue Qualität, die sich auf die Mannschaft überträgt“.

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Der Traum von Titeln lebt

Höwedes selbst besitzt einen Vertrag bis 2020 auf Schalke. „Dann bin ich 32 Jahre alt und meine Karriere neigt sich dem Ende zu. Das war ein ganz bewusster Schritt, den ich nie bereut habe“, sagte der Verteidiger, der derzeit auf der rechten Seite meist zum Einsatz kommt. Er schwärmte von Schalke: „Dass ich schon so lange hier bin und die Kapitänsbinde trage, erfüllt mich mit Stolz.“ Und er hegt Titelträume: „Ich wusste bei meiner Vertragsverlängerung zwar, dass ich nicht mehr drei deutsche Meisterschaften feiern werde. Das heißt aber nicht, dass ich keine Titel mehr gewinnen will. Einen Wettbewerb würde ich mit Schalke gern gewinnen – dafür werde ich alles geben!

Über Daniel Michel

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