Bundesliga

Baumann wehrt sich gegen Reif-Kritik

am

Experte Marcel Reif hat Werder-Manager Frank Baumann im Check24-Doppelpass am Sonntag hart für die Pressekonferenz zur Anstellung von Trainer Florian Kohfeldt am Samstag kritisiert. Realsatire sei dies gewesen, ein total unprofessionelles Verhalten und eines Bundesligaklubs nicht würdig. Der Betroffene wehrte sich nun gegen die Vorwürfe des ehemaligen Kommentators.

Baumann sagte gegenüber DeichStube: „Ich stehe zu meinen Aussagen!“ Er müsse „leider“ damit leben, „dass einzelne Äußerungen aus dem Zusammenhang gerissen und bewusst oder unbewusst falsch eingeordnet werden. Keiner braucht sich Sorgen um unsere Professionalität zu machen.“ Der Manager definierte den Begriff sogleich: „Für uns bedeutet Professionalität, dass wir alle Optionen prüfen, auch in der Kategorie Thomas Tuchel. Dass wir dies tun, ist weder verwerflich noch bedeutet dies eine Schwächung von Florian Kohfeldt.“

Reif mit heftiger Kritik

Die Diskussionsrunde bei Sport1 hat die Aussagen von Baumann heftig kritisiert. „Er hat den Trainer degradiert, weil er eigentlich einen anderen Trainer haben wollte. So kannst du dich nicht verkaufen. Das ist ja Irrsinn! Die Mannschaft, die das nicht als Alibi nimmt, die müssen Sie mir zeigen“, vermutete Reif und gab dem jungen Coach einen Rat mit auf den Weg: „Wenn ich Kohfeldt wäre, würde ich spätestens nach dieser Pressekonferenz sagen: ‚Ich danke für das ausgesprochene Vertrauen, nehme es aber hiermit nicht an‘.“

Vertragslänge spielt für Kohfeldt keine Rolle

Der 35-Jährige gab sich hingegen ganz gelassen und sagte auf der vereinseigenen Homepage: „Ich bin froh, dass ich von Frank im Sinne des Vereins das Vertrauen bekommen habe.“ Die zeitliche Begrenzung bis zum Winter stört ihn zunächst nicht weiter: „Es spielt überhaupt keine Rolle, ob ich einen Sechswochenzeitraum habe oder einen Zehnjahresvertrag.“

Über Christopher Michel

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.