Bundesliga

Bei Coke gerät Heidel ins Schwärmen

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Mittersill – Am Mittwoch wird Schalke-Neuzugang Coke im Trainingslager in Mittersill (Österreich) das Training aufnehmen. Der Kapitän vom FC Sevilla gab am Montag noch in Spanien eine tränenreiche Abschieds-PK, ehe er in das Flugzeug stieg. Wie konnte S04-Manager Christian Heidel den 29-Jährigen überzeugen, wenn er so eng mit dem Europa-League-Sieger verbunden ist?

Aus dem Trainingslager des FC Schalke 04 im österreichischen Mittersill berichtet fussball.news-Reporter Raphael Wiesweg, Social Media Producer bei Buzz04

Drei Mal Europa-League-Sieger

2014, 2015 und 2016 gewann Coke mit dem FC Sevilla die Europa League. In diesem Jahr schoss der Rechtsverteidiger sogar zwei Tore im Finale gegen den FC Liverpool und trug damit entscheidenden Anteil an dem 3:1-Sieg. Schließlich lagen die Spanier zunächst mit 0:1 gegen die von Jürgen Klopp trainierten Engländer zurück.

Fünf Jahre in Sevilla aktiv

Fünf Jahre lang trug Coke das Trikot des FC Sevilla. Nun hat der Kapitän das Schiff verlassen. Wie nah dem Spanier das ging, zeigte seine Abschieds-PK, bei denen einige Tränen flossen. Wie konnte Christian Heidel den 29-Jährigen nur überzeugen, in das Ruhrgebiet zu wechseln?

„Coke will etwas anderes noch erleben“

„Wir hatten gehört, dass der Klub ihm nach dem Europa League-Finale, in dem er zwei nicht so unwichtige Tore geschossen hatte, den Wunsch nicht verbauen würde, wenn eine Anfrage aus dem Ausland käme. Also haben wir nachgehakt und vom Spieler positive Signale zurückbekommen.“ Dennoch dauerte der Transfer lange an, wie Heidel verriet. „Es ging wochenlang hin und her. Das war nicht ganz so einfach. Aber wir hatten das Glück, dass der Spieler nach einigen Jahren bei Sevilla und in Spanien noch einmal etwas anderes erleben wollte.“

Heidel ist schon länger Coke-Fan

Am liebsten hätte Heidel Coke schon vor Jahren verpflichtet. „Ich habe schon zu Mainzer Zeiten ihn beobachtet. Aber ich hatte nie die Absicht, ihn zu verpflichten. Die Reise hätte ich mir sparen können. Schließlich hat er die Europa League dreimal gewonnen. Da wäre es schwierig gewesen, ihn von Mainz 05 zu überzeugen.“ Warum ausgerechnet hatte Heidel aber so lange ein Auge auf den Rechtsverteidiger geworfen? „Jeder hat so seine Spieler, die er mag. Er war immer grundsolide, wenn ich ihn habe spielen sehen. Er hat nie einen Zweikampf aufgegeben, das hat immer imponiert!“

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Sevilla-Manager bereut Transfer

Was für einen tollen Neuzugang die Königsblauen bekommen, drückte auch Sevillas Manager Ramon Rodriguez Verdejo, genannt Monchi, aus. „Ich habe gestern einen sehr, sehr schönen Artikel gelesen, in dem Monchi gesagt hat, dass er glaubt einen Fehler gemacht zu haben. Mit Coke verliere man nicht nur seinen Rechtsverteidiger und Kapitän, sondern das Herz der Mannschaft. Das zeigt den Stellenwert von Coke und es ist sehr schön für uns, dass wir ihn überzeugen konnten zu Schalke zu kommen“, so Heidel. „Es ist nicht nur die Spielweise von Coke, sondern insbesondere seine Ausstrahlung, sein Typ, sein Charakter, seine Mentalität, was unserer Mannschaft gut tun wird.“

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