England

„Bei uns gibt es keine Uneinigkeit.“

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München – Er war Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger. Jetzt versucht er in England sein Glück. Seite an Seite mit Jürgen Klopp beim FC Liverpool. Peter Krawietz ist einer der Co-Trainer von „The normal One“.

„Wir wollen alles nur zu dritt machen.“

Seit etwas mehr als 100 Tagen ist Peter Krawietz im Amt. An der Seite von Chef-Trainer Jürgen Klopp betreut er das Team des FC Liverpool. Streit über das mögliche nächste Ziel des Trainer-Teams gab es nicht: „Das ist nicht denkbar. Bei uns gibt es keine Uneinigkeit. Wir sind uns im Grundsatz darüber klar, dass wir alles nur zu dritt machen und was die Attraktivität einer möglichen Station ausmacht. Dass Liverpool darunter sein kann, war sofort klar – erst recht, nachdem man sich die Vorstellungen des Klubs angehört und sich damit beschäftigt hat, wie die Entwicklungspotentiale aussehen“, so der 43-jährige in einem Interview mit Spox.

„Das ist alles richtig interessant.“

Schon in Mainz und Dortmund gehörte Krawietz zusammen mit Zelkjo Buvac zu den Co-Trainern von Kloppo. Die Premier League ist auch für ihn ein neues Terrain, was ihm sehr gut gefällt: „Neuer Klub, neues Umfeld, neue Liga, neues Land, neue Sprache – das ist alles richtig interessant. Die Köpfe glühen, aber wir alle saugen das auf und fühlen uns wohl. So war es ja auch gewollt, daher stellen wir uns dieser wahnsinnigen Intensität gerne und nehmen dieses Abenteuer an.“

„An ruhige Weihnachten kann ich gepflegt einen Hacken machen.“

Eine Sache sticht als größtes Hindernis noch heraus: „Man muss nur das Autofahren neu erlernen, mit allem anderen kommt man ganz gut klar.“

Auch im Spielplan gibt es einige Änderungen, an die Krawietz sich erst noch gewöhnen muss: „Ich hatte 43 Jahre lang das Glück, Weihnachten in Ruhe im Familienkreis feiern zu können. Da kann ich ab sofort einen gepflegten Haken dran machen.“

„Es wird extrem physisch gespielt.“

Ansonsten ist das Trainerteam sehr glücklich bei den „Reds“. Im Vergleich zur Bundesliga macht Krawietz einige Unterschiede aus: „Jede Mannschaft, vom Tabellenersten bis zum Schlusslicht, hat außergewöhnlich gute Individualisten in ihren Reihen. Es wird extrem physisch gespielt, so dass es eine hohe Bedeutung hat, sich körperlich in Eins-gegen-eins-Duellen durchsetzen zu können – ob im Dribbling am Boden oder in Luftduellen.“

Er selbst würde einige der Duelle eher als Foul bewerten. Das nächste Spiel in dem es für die drei Ex-Dortmunder heiß her geht, ist heute Abend das Rückspiel im League-Cup gegen Stoke City. Das Hinspiel konnte Liverpool mit 1:0 gewinnen.

Über Philip Wegmann

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