Bundesliga

Kurt: „Ich muss abgezockter werden“

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München – Brandenburger Tor statt Englischer Garten: Für Sinan Kurt hat sich in einem Jahr die Welt etwas schneller gedreht. In Berlin solle er reifen, habe „viel Zeit und erst mal keinen Druck“, wie Hertha-Trainer Pal Dardai im kicker erklärte.Der Youngstar nimmt bei den Berliner einen neunen Anlauf und will die Erfahrungen aus München mitnehmen.

Kurt bereut den Wechsel nicht

Kurt würde fast alles wieder so machen: „Ich bereue den Wechsel (von Gladbach nach München, d. Red) nicht, ich würde den Schritt in jungen Jahren immer wieder so machen. Ich war ein Jahr komplett bei den Profis und habe dort viel gelernt und viel gewonnen. Das Niveau im Training ist dort von A bis Z Weltklasse. Ich habe auf meiner Position vor allem bei Arjen Robben und Franck Ribery genau hingeschaut.“ Besonders der Niederländer sei für sein Spiel wichtig. „Ich bin schnell, mein linker Fuß ist auch nicht so schlecht. Ich trete gern Standards und mache da öfter Extraschichten“, erklärte Kurt, der einräumte: „Sicher habe ich auch Fehler gemacht. Man kann’s immer besser machen. Aber jetzt zählt Hertha.“

Bei der Hertha trifft er auf seinen ehemaligen Mitspieler Mitchell Weiser, der schon vor dem Wechsel sein wichtigster Ansprechpartner war. „Mit Mitch Weiser habe ich geschrieben. Er hat mir viel Positives über Hertha berichtet, das machte mir die Entscheidung einfacher.“

Kurt: Muss noch viel lernen

Der Übergang vom Nachwuchs- in den Männerbereich sei besonders schwierig so Kurt. Er hat gelernt geduldiger zu sein. Ich habe mit München nicht den einfachsten Übergang gewählt. Jetzt versuche er es in Berlin und hoffe, dass es klappt: „Dass ich noch viel lernen muss, ist klar. Ich muss robuster werden, abgezockter und insgesamt stabiler.“ Mit einem Lachen auf den Lippen schaut er auf die Entwicklung von Leroy Sane (FC Schalke 04) und Mahmoud Dahoud (Borussia Mönchengladbach).

Beide zählen zu den Konstanten ihrer Bundesliga-Mannschaft. „Ich neide ihnen den Erfolg nicht, sondern freue mich total für sie. Wir fliegen immer zusammen in den Urlaub. Sie machen es sportlich super. Ich hoffe, dass meine Entwicklung jetzt auch in diese Richtung geht“, so Kurt. Dann würde er seinem neuen Team auch direkt helfen können. „Dass Hertha so weit oben steht, hat niemand erwartet. Jetzt muss man aufpassen, dass kein Knick reinkommt. Hertha ist ein Klub aus einer Riesen-Stadt, der noch viele Schritte nach oben gehen kann. Diesen Weg will ich mitgehen, deshalb bin ich hier.“

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Über Daniel Michel

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