Bundesliga

Bremen: Baumann ist von „B-Lösung“ Kohfeldt überzeugt

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Florian Kohfeldt bleibt Trainer von Werder Bremen, zumindest bis zur Winterpause. Manager Frank Baumann bestätigte dies heute auf einer Pressekonferenz und räumte ein, dass die Entscheidung für Kohfeldt auch damit zu tun hatte, dass andere Kandidaten nicht verfügbar waren. Eine Herabwürdigung seiner Qualität als Trainer soll dies allerdings nicht sein.

Das Debüt des 35-Jährigen war trotz der 1:2 Niederlage bei Eintracht Frankfurt vielversprechend, das war auch Frank Baumann nicht entgangen, der kurz darauf gegenüber dem kicker sagte, dass Kohfeldt der „Benchmark“ für die Verhandlungen mit weiteren Kandidaten sei. Grundsätzlich habe der Interimstrainer „in den vergangenen Jahren in verschiedenen Positionen gute Arbeit geleistet“ und als Trainer ohnehin eine „grundsätzliche Qualität“. Der neue Bremer Trainer war zunächst Jugendtrainer, dann assistierte er Viktor Skripnik und war vor seinem Engagement als Cheftrainer der Profis für die U23 verantwortlich. Als neuer Cheftrainer sorgte er gleich für positive Impulse, in Frankfurt zeigte sich vor allem die Bremer Offensive deutlich agiler und spielte mehr Torchancen heraus als es bislang unter Vorgänger Alexander Nouri der Fall war: „Er hat schon viel bewegt“, bestätigte auch Baumann die gute Arbeit Kohfeldts.

Keine Verhandlungen mit anderen Trainern

Umso erstaunlicher ist angesichts dieses Lobs dann das Eingeständnis Baumanns, dass Kohfeldt nicht die Wunschlösung war: „Natürlich kann man durchaus sagen, dass es bessere Möglichkeiten gegeben hat, vielleicht bessere Trainer für uns interessant gewesen wären“, sagte der Manager heute auf einer Pressekonferenz. Eine Diskreditierung des neuen Trainers will der 42-Jährige darin allerdings nicht sehen und erläuterte seine Sicht mit einem ungewöhnlichen Vergleich, die Beförderung Kohfeldts sei vergleichbar mit dem Transfer des Torhüters Jiri Pavlenka nach Bremen: „Da haben wir in Jiri Pavlenka auch nur den viertbesten bekommen, weil Neuer, ter Stegen und Leno nicht zu kriegen waren.“ Konkrete Verhandlungen mit anderen Trainern habe es allerdings nicht gegeben, so Baumann. Auch die Beschränkung des Engagements Kohfeldts bis zur Winterpause sieht der Manager nicht als Problem: „Er kann sehr gut damit leben. Florian ist ganz auf die Aufgabe fokussiert“. Eine weitere Sichtung des Trainermarktes, um gegebenen falls im Winter nochmal wechseln zu können sei demnach auch kein Thema: „Es wird keine weiteren Gespräche mit anderen Kandidaten geben. Wir sind auch überzeugt davon, dass Florian die ganze restliche Saison unser Trainer sein wird und wir mit ihm den Klassenerhalt schaffen“, erklärte Baumann.

Über Stefan Katzenbach

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