Borussia Dortmund

BVB-Umbruch: Nur drei Spieler scheinen unantastbar

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Bei Borussia Dortmund stehen die Zeichen auf Umbruch. Mit Hängen und Würgen schleppte sich der BVB trotz nur eines Punktes aus den letzten drei Saisonspielen in die Champions League. Mit dem voraussichtlichen neuen Trainer Lucien Favre sowie der Anstellung von Sebastian Kehl als Leiter der Lizenzspielerabteilung und Matthias Sammer als externem Berater sind die ersten Weichen gestellt. Jetzt wird im Kader aufgeräumt.

Dabei überschlagen sich die verschiedensten Medien mit Berichten über den Umfang der Arbeiten an der Mannschaft der Schwarzgelben. Fast ein Drittel des Kaders steht beispielsweise laut Reviersport zur Disposition. Ein erster Stein könnte bei Sokratis Papastathopoulos ins Rollen kommen, der laut übereinstimmenden Medienberichten vor einem Transfer, wahrscheinlich zum FC Arsenal, steht. Die Marschrichtung ist klar, es könnte nahezu jeden Spieler treffen. Nur drei Spieler scheinen vollkommen unantastbar. fussball.news nennt sie.

Marco Reus

Spätestens mit seiner erneuten Vertragsverlängerung Anfang März ist Marco Reus in die Riege der Vereinslegenden aufgestiegen. Rund um den Nationalspieler soll die neue Mannschaft des BVB gebaut werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass dem 28-Jährigen dies auch mit der Übergabe des Kapitänsamtes von Marcel Schmelzer öffentlich dokumentiert werden wird. Der gebürtige Dortmunder ist ohnehin so etwas wie das Gesicht des Vereins. Einziges Problem sind seine andauernden Verletzungen.

Manuel Akanji

Den Transfer von Manuel Akanji im Winter muss als Vorgriff auf die neue Saison verstanden werden. Mehr als 20 Millionen Euro zahlte der BVB für den Verteidiger des FC Basel, der die Wintervorbereitung verpasste. Der 22-Jährige überzeugte dennoch mit überraschender Abgeklärtheit, vor allem, als er für Schmelzer auf der ungewohnten Linksverteidiger-Position spielte. Im Schweizer sieht Dortmund seinen kommenden Abwehrchef.

Lukasz Piszczek

Auch der ewige Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek darf sich seines Platzes im BVB-Kader sicher sein. Der 32-Jährige verlängerte wie Reus im März seinen Vertrag und dürfte 2020 seine Karriere als Borusse beenden. Der Pole hat physisch in den vergangenen Jahren abgebaut, ist aber wegen seiner beeindruckend professionellen Arbeitsauffassung über alle Zweifel erhaben. Der Nationalspieler gilt nicht als Lautsprecher, hat aber den vollen Respekt seiner Mannschaftskameraden. Dortmund sucht nach einem Rechtsverteidiger, der soll Piszczek zunächst aber eher entlasten als ersetzen.

Der Wackelkandidat: Julian Weigl

Neben den drei Unantastbaren gibt es freilich einige Spieler, die einer ähnlichen Kategorie zugeordnet werden können. Dazu gehört beispielsweise Maximilian Philipp, der im vergangenen Sommer vom SC Freiburg kam und eine gute erste Runde in Dortmund spielte. Oder auch Julian Weigl, der im Umfeld des BVB als künftiger Kapitän gehandelt wird. Gerade im Hinblick auf den Einfluss von Matthias Sammer, der schon als Sportvorstand beim FC Bayern deutsche Spieler grundsätzlich bevorzugte, dürfte Weigl seinen Platz eigentlich sicher haben. Allerdings ist der 22-Jährige nur in spezieller Position als zentraler Sechser für Dortmund an sein Leistungslimit herangekommen. Nicht auszuschließen, dass Lucien Favre ihm diese Rolle nicht versprechen kann — und Dortmund den guten Ruf des Mittelfeldmanns bei Pep Guardiola (Manchester City) und Ex-Trainer Thomas Tuchel (Paris Saint-Germain) zu sehr viel Geld macht.

Über Lars Pollmann

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