1. FC Nürnberg

Köllner über Teuchert-Ersatz: „Vielleicht ergibt sich was!“

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Normalerweise bedeutet die Winterpause Tristesse beim 1. FC Nürnberg. Meist war sie in den letzten Jahren geprägt vom Abstiegskampf in der Bundesliga oder von einer öden Zweitligaplatzierung. Durch den dritten Platz nach 18 Spieltagen herrscht aber große Euphorie in Nürnberg, die jedoch Cedric Teuchert durch seinen Wechsel zu Schalke 04 nicht mehr mittragen wird. Nun deutet sich ein Neuzugang an.

Bei großem Zuschauerandrang startete der Club gestern in die Wintervorbereitung. Fünf Spieler fehlten aber auf dem Trainingsplatz am Valznerweiher: Edgar Salli, Rurik Gislason, Tobias Werner, Ewerton und Cedric Teuchert. Während die vier Erstgenannten krankheitsbedingt eine Pause bekommen hatten, saß Stürmer Teuchert schon im Flieger nach Spanien. Dieser hat keinen verlängerten Urlaub bekommen, sondern reiste ins Trainingslager des FC Schalke 04. Wie erwartet wechselte der Stürmer in die Bundesliga, nur der Zeitpunkt und das Ziel waren bis zum Mittwoch noch offen geblieben. Diese Formalia sind nun geklärt und die Verantwortlichen beim FCN stehen vor der Frage, ob sie diesen Abgang intern kompensieren können oder sich nach einem Neuzugang umsehen.

Neuzugang gesucht!

Zwar sagte Trainer Michael Köllner in der Presserunde, dass angeblich kein Ersatz für Teuchert benötigt und die eigenen Talente nicht außer Acht gelassen werden dürften, aber er deutete auch an, dass sich ein neuer Spieler dem Club anschließen könnte. „Man muss schauen, was sich vielleicht extern ergibt,“ betonte der Oberpfälzer nach Trainingsende: „Es wird aber keinen Schnellschuss geben.“ Nach fussball.news-Informationen arbeitet der Club sogar mit Hochdruck daran, einen weiteren Spieler für die Offensive zu verpflichten, der bestmöglich auf dem Flügel sowie im Sturmzentrum einsetzbar ist. Ebenfalls ist es möglich, dass der Club einen Transfer, den er eigentlich für den Sommer geplant hat, ähnlich wie bei Mikael Ishak im letzten Winter, vorzieht. Köllner dazu: „Ob es Sinn macht, das in den Winter vorzulegen, muss man schauen.“

Abgänge ausgeschlossen?

Wichtig ist für den 47 Jahre alten Trainer ist, dass er sich so früh wie möglich mit seinem kompletten Kader auf die verbleibenden Spiele vorbereiten kann. Genau so wurde es auch mit Teuchert gehandhabt: „Ich habe zum Sportvorstand gesagt, dass es vor dem Trainingsauftakt erledigt sein muss. Ich will nicht, dass es sich in der Kabine dann zieht. Das macht für den Spieler keinen Sinn, wenn er auf gepackten Koffern sitzt und das macht für uns keinen Sinn, wenn du einen immer durchs Training tragen musst.“ Dies wünscht er sich nun auch für Spieler wie Kevin Möhwald oder Tim Leibold, um die es laufend Gerüchte über Transfers in die höchste deutsche Spielklasse gibt. „Ich hoffe, dass wir die Dinge bis zu einem gewissen Zeitpunkt grundsätzlich beenden können.“ Das dürfte diesmal der Beginn des Trainingslagers in Valencia diesen Samstag sein, denn dann liegt es an Köllner, die vorhandene Euphorie zu nutzen, um mit dem Club den ganz großen Wurf zu schaffen: Die Rückkehr in die Bundesliga.

Über Steffen Helmsauer

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