Bundesliga

Compper: Was in Leipzig 2016 besser als in Hoffenheim 2008 ist

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München – RB-Leipzig-Verteidiger Marvin Compper spielte 2008 mit der TSG Hoffenheim die 1. Saison in der Bundesliga, acht Jahre später tut er es mit den Sachsen. Beide Klub werden gerne verglichen, da mit Ralf Rangnick der gleiche „Spin Doctor“ am Schalten und Walten ist und beide Klub durch einen Mäzen ähnliche viel an Geld in den Verein stecken können. Zudem startete auch Hoffenheim 2008/09 furios und war zur Hinrunde Tabellenführer – nun steht RB Leipzig an der Tabellenspitze. Compper erklärte nun aber in Sport-Bild zahlreiche Unterschiede zu 2008 – nun nennt deshalb auch Gründe, warum Leipzig wohl nicht in der Tabelle abstürzt so wie Hoffenheim einst. Die TSG war am Saisonende nur 7. geworden.


Fan-Base

„Hoffenheim ist Provinz, Leipzig eine der größten Städte in Ostdeutschland. Hier steht eine große Arena, die mussten wir in Hoffenheim erst bauen, und auch dann hat sie auch gar nicht so viele Zuschauer gefasst wie hier“, sagte Compper der Sport-Bild. Zudem: „Gegen Schalke hätten wir jetzt 80.000 Karten verkaufen können. Davon konnte man in Hoffenheim selbst in den besten Zeiten nur träumen. Da haben wir jetzt schon eine viel größere Basis und ein viel größeres Potenzial.“


Spiel-System

„Wir spielen jetzt schon anders als damals, auch mit einem anderen System. In Hoffenheim ging es immer nur nach vorn. Jetzt sind wir ausbalancierter und stehen viel stabiler in der Defensive“, sagte Compper.


Breitere Funktionärsschicht

Ralf Rangnick war praktisch in Hoffenheim Trainer und Manager zugleich, in Leipzig sei Rangnick „der Architekt
und hat mit Ralph Hasenhüttl den richtigen Trainer für unsere Mannschaft verpflichtet“, so Compper.


Bessere Infrastruktur, mental vorbereitet

„Hier ist mehr los, aber der ganze Verein ist auch schon deutlich strukturierter als Hoffenheim damals“, so Compper. Hoffenheim habe in seine Aufgabe noch „reinwachsen“ müssen, Leipzig sei bereits auf „Vollgas“ eingestellt.


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Rangnick ist reifer geworden

Compper sieht auch bei Ralf Rangnick eine Steigerung gegenüber 2008. „Er hat sich weiterentwickelt“, so der 31-Jährige. Er betonte: „Er weiß heute noch genauer, was er will und was gut ist. Manchmal hat man schon fast den Eindruck, er weiß immer, was zu tun ist.“ Und: „Er weiß auch, wann er Tempo rausnimmt. Er kennt jetzt seinen Rhythmus zwischen Spannung und Entspannung sehr gut.“


So kommt Compper zu dem Fazit, dass für RB Leipzig noch mehr möglich sei in der 1. Saison Bundesliga, als es bei Hoffenheim der Fall war: „Wenn wir von Potenzial sprechen, denke ich, dass wir so weiterspielen können, und das hieße, dass wir im oberen Bereich der Tabelle bleiben.“

Über Daniel Michel

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