Bundesliga

Darum gewinnt Hertha nur noch selten

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Hertha BSC holte in elf Spielen der laufenden Saison 14 Punkte, steht somit sieben Zähler schlechter als in der vergangenen Spielzeit da. Die Gründe liegen in der Effizienz und der Abwehrarbeit.

Nur drei Siege aus elf Spielen, Hertha BSC gewann in der vergangenen Saison in der gleichen Anzahl von Spielen doppelt so oft. Der Hauptstadtklub spielte bereits fünfmal Remis, zudem weist er ein negatives Torverhältnis auf. Die Berliner legten einen weitaus schlechteren Saisonstart hin, als noch in der letzten Hinrunde. Ein Grund dafür ist die mangelnde Effizienz vor dem Tor. Die Berliner trafen erst 14 Mal, dreimal weniger als vergangene Saison. Das liegt vor allem an den Formkrisen der Stürmer. Kapitän Vedad Ibisevic (33) traf am vergangenen Wochenende gegen den VfL Wolfsburg (3:3) erstmals in der laufenden Spielzeit, auch Salomon Kalou (32) ist mit drei erzielten Treffern in zehn Spielen weit von seiner gewohnten Quote entfernt. Neuzugang Davie Selke kam verletzungsbedingt erst spät in die Saison rein, traf in sieben Pflichtspielen für Hertha bereits viermal, zuletzt schoss er den Ausgleichstreffer zum 3:3 gegen die „Wölfe“. Mit Mathew Leckie fehlt zudem Herthas Toptorschütze. Der Australier netzte in seinen neun Einsätzen für die „alte Dame“ viermal ein, fällt aufgrund von Muskelproblemen aber seit einigen Wochen aus.

Abwehr ist verunsichert

Von Herthas 14 Toren wurden bereits drei von den Innenverteidigern Niklas Stark (22) und Karim Rekik erzielt. Die Abwehr ist zwar offensivstark, aber defensiv so schwach wie nie zuvor unter Dardai. Bereits 15 Gegentore, also fünf mehr als vergangene Saison, erhielten die Berliner. Aufgrund der Doppelbelastung muss die Mannschaft von Trainer Pal Dardai viel rotieren und hat wenige Trainingseinheiten unter der Woche, um ihre Automatismen zu üben – das Resultat ist, dass Hertha seine berühmte Kompaktheit verloren hat und erst ein einziges Spiel in dieser Bundesliga-Saison zu Null beenden konnte (2:0 gegen den VfB Stuttgart). Zwar stellt Neuzugang Karim Rekik (22) seinen nach Wolfsburg abgewanderten Vorgänger John Anthony Brooks (24) in den Schatten, dennoch hat sich die defensive Disziplin der gesamten Mannschaft deutlich verschlechtert. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison spielte Hertha in den ersten elf Spielen fünfmal zu Null.

Über Marc Schwitzky

1 Kommentar

  1. Thomas Dettke

    14. November 2017 um 16:10

    Das kann ich so bestätigen, wobei die Saison nicht mit der vergangenen zu vergleichen ist, da Hertha im Vorjahr nicht in der Europaliga gespielt und somit keine zusätzliche Belastung hatte.

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