1. FC Köln

Die Herdplatten-Theorie von Schmadtke

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Manager Jörg Schmadtke ist überzeugt, dass der 1. FC Köln sich aus seiner bedrohlichen Lage – Tabellen-Schlusslicht, ein Punkt aus sieben Spielen – befreien kann.

Das Szenario Abstieg sei kein Thema beim Effzeh, erklärte Schmadtke dem kicker: „Dazu haben wir viel zu viel Vertrauen, sowohl in die Trainer als auch in die Spieler. Es gibt unheimlich viele Punkte, die für diese Mannschaft sprechen. Da steht sehr viel Vertrauen hinter diesem Team, und das ist nicht einfach so daher gesagt. Das leben wir hier, diesen Zusammenhalt.“

Schmadtke sieht Psychologie als Faktor

Dabei zählen die Kölner zu einer Reihe von Teams aus den vergangenen Jahren, die sich zunächst überraschend für den Europacup qualifiziert haben, in der Saison darauf aber sportlich abstürzen: Mainz, Augsburg oder Freiburg haben zuletzt eine ähnliche Situation durchlebt. Für dieses Phänomen lieferte Schmadtke nun einen Erklärungsansatz: „Ich denke, es hat etwas mit Psychologie zu tun. Die Spieler haben ein Ziel erreicht, das sie gar nicht im Visier hatten. Das ist ein großer Erfolg. Und plötzlich lässt der eine oder andere Spieler ein paar Prozent nach, die sich nach und nach addieren.“ Selbst wenn man Gespräche führe und Vorkehrungen treffe, um sich dagegen zu wappnen, sei dieses Szenario kaum zu verhindern. Die Theorie von Schmadtke: „Das ist wie mit dem Kind und der Herdplatte. Sie können ein Dutzend Mal erklären, wie heiß die Platte ist. Es will die Erfahrung am Ende selbst machen und verbrennt sich die Finger. Danach wird es meist besser.“

Über Daniel Michel

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