2. Bundesliga

Die Stimmen zu VfB Stuttgart vs Hannover 96

am

München – Der Kampf um die Herbstmeisterschaft in der 2. Bundesliga wird immer enger. Hannover 96 wahrte am Montag seine Chance und siegte beim VfB Stuttgart mit 2:1 (1:1).

Klaus sorgt für die Entscheidung

Zwar brachte Simon Terodde den VfB früh in Front (12.), doch Martin Harnik schaffte den Ausgleich (26.). Kurz vor Schluss sorgte Felix Klaus für die Entscheidung zu Gunsten der Gäste aus Niedersachsen. Voraus ging ein fataler Rückpass von Alexandru Maxim und ein Patzer von Torwart Langerak, der nicht entschlossen genug dem Ball im Strafraum nachgesetzt war. Wenige Minuten später sah VfB-Abwehrspieler Timo Baumgartl wegen Handspiels auch noch Rot. Die Stimmen nach dem Spiel mit Bezug auf die Homepages der beiden Vereine:

Daniel Stendel (Trainer Hannover 96):

„Es war ein hochemotionales Spiel – auch für uns von außen – und mit dem glücklichen und auch hochverdienten Ende für uns. Es sind zwei klasse Mannschaften. Das wir auswärts nicht über 90 Minuten in Stuttgart dominieren, muss man auch realisieren. Wir haben in der ersten Halbzeit viel Druck gemacht, viele Chancen heraus gespielt und sind nach dem Rückstand zurück gekommen. Wir haben viel investiert und am Ende wird belohnt, dass wir hier auf Sieg gespielt haben.“

Hannes Wolf (Trainer VfB Stuttgart):

„Wir haben wieder gut ins Spiel reingefunden und gehen in Führung. Nach dem 1:0 hatten wir weitere gute Aktionen. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hat dann Hannover das Spiel dominiert und uns die Bälle immer wieder in den Rückgespielt. Daher war das 1:1 etwas glücklich. In der zweiten Hälfte haben wir etwas umgestellt. Ich denke, der zweite Spielabschnitt geht zunächst auch an uns. Wir haben wenig zugelassen und hatten gute Szenen, bei denen oft nur der letzte Pass fehlte. Dann haben wir noch die Chance durch Daniel Ginczek. Fußball wird aber auch durch Momente entschieden und einen solchen Moment hatten wir dann kurz vor Schluss gegen uns. So verlieren wir das Spiel bitter mit 1:2.“

Felix Klaus (Siegtorschütze Hannover 96):

„Ich muss den Ball nur noch reindrücken. 80 Prozent gehören Noah und Kenan, die den Ball überragend erobern, beziehungsweise nicht abgeben, nicht abschalten und dann querlegen. Dann musste ich ihn nur noch reinhauen – ein geiles Gefühl! Es war ein brutales Spiel, aber auch ein geiles Fußballspiel. Da macht es einfach Spaß, hier zu spielen vor so vielen Zuschauern. Wir haben heute für die zweite Liga gute Werbung gemacht. Der Sieg gibt uns enorm Schwung. Jetzt müssen wir gegen Sandhausen gewinnen – das erwarten alle von uns und dann können wir in zwei Wochen mal in Ruhe abschalten und Weihnachten feiern.“

Timo Baumgartl (VfB Stuttgart):

„Wir müssen zugeben, dass wir in der ersten Hälfte nicht gut waren. Wir waren nicht im Spiel. In der zweiten Hälfte hat es dann besser gepasst und wir hatten auch durchaus unsere Chancen. Wir wollen jedes Spiel vor heimischem Publikum gewinnen. Heute ging das nach hinten los. Solche Spiele gibt es aber leider. Davon lassen wir uns aber nicht entmutigen.“

Martin Harnik (Torschütze zum 1:1):

„Es war nun mal das Spitzenspiel – ein klassisches Sechspunkte-Spiel. Da sind wir natürlich total happy, dass wir als Sieger vom Platz gegangen sind. Die Konstellation ist besonders – nicht nur für mich persönlich. Wir konnten jetzt mit einem Sieg auf zwei Punkte anschließen. Wir mussten diese Zähler sammeln, damit wir weiter auf Schlagdistanz sind. Der Sieg ist erst richtig was wert, wenn wir gegen Sandhausen nachlegen können und mit 34 Punkten in die Winterpause gehen.“

Mitch Langerak (Torhüter VfB Stuttgart):

„Mein Fehler hat uns heute einen Punkt gekostet. Das tut mir leid für die Jungs. Im ersten Moment dachte ich, dass ich ihn am Fuß getroffen hätte und der Schiedsrichter auf Elfmeter entscheidet. Dieser kurze Moment war entscheidend.“

[inline-ad]

Christian Gentner (Kapitän VfB Stuttgart):

„Wir haben den Gegner in der zweiten Hälfte vom Tor ferngehalten und dann passieren Unkonzentriertheiten. Das ist nicht nachzuvollziehen. In so einer Situation, in der wir aufsteigen wollen, können wir solche Gegentore nicht fangen. In der ersten Hälfte waren wir zu passiv, das war so nicht geplant. Wir wollte zwar tiefer stehen, aber in den Räumen aktiver sein. Das ist uns meiner Meinung nach nicht so gut gelungen. Wir haben dann umgestellt und waren eher die Mannschaft, die heute das Spiel gewinnen kann, bekommen dann kurz vor Schluss aber so einen total unnötigen Gegentreffer. Fakt ist, dass wir noch alle Möglichkeiten zum Aufstieg haben. Die Saison ist im Grunde noch sehr lang, aber wir hätten heute einen Riesenschritt machen können. Das haben wir leichtfertig verschenkt. Man muss die Konzentration  – vor allen Dingen in so einem Spiel – bis zum Schluss hochhalten, weil Kleinigkeiten oft solche Spiele entscheiden. Das haben wir heute nicht bis zum Ende geschafft.“

Über Tobias Huber

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.