2. Bundesliga

Dynamo, Levels und Günter – DFB-Urteile vom Montag im Überblick

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München – Das DFB Sportgericht hat am Montag drei Urteile bekanntgegeben. Der Überblick:

Hohe Strafen für Zweitligist Dynamo Dresden

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Dynamo Dresden in mündlicher Verhandlung wegen sechs Fällen von unsportlichem Verhalten seiner Zuschauer nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss zu einer Geldstrafe von 60.000 Euro verurteilt. Darüber muss der Klub ein Zweitliga-Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

Das Sportgericht widerrief damit die Strafaussetzung aus dem letzten Urteil gegen Dynamo Dresden vom 15. Juli 2016, in dem der Zuschauer-Teilausschluss bis zum 30. April 2017 auf Bewährung ausgesetzt war. Der Teilausschluss betrifft das der Rechtskraft des Urteils folgende Meisterschaftsheimspiel. Dabei müssen die Blöcke K1 bis K5 geschlossen bleiben.

Hans E. Lorenz, der die Verhandlung als Vorsitzender des DFB-Sportgerichts leitete, sagte zur Urteilsbegründung: „Das Gericht verkennt nicht, dass das Risikospiel gegen RB Leipzig aufgrund der Bemühungen des Vereins gewaltfrei abgelaufen ist. Gleichwohl zeigen mehrere Fälle nach dem Pokalspiel, dass Dynamo Dresden derzeit aufgrund des Verhaltens Teile seiner Anhänger keine günstige Prognose gestellt werden kann. Daher war der Widerruf der Strafaussetzung zur Bewährung unumgänglich.“

Dresdner Zuschauer hatten während des DFB-Pokalspiels gegen Bundesligist RB Leipzig am 20. August 2016 einen abgetrennten Bullenkopf in den Innenraum geworfen, eine Vielzahl an Bannern und Plakaten mit verunglimpfendem und beleidigendem Inhalt gezeigt und Gegenstände auf das Spielfeld geworfen, wobei der Leipziger Spieler Dominik Kaiser in der 82. Minute von einer Münze an der Schulter getroffen wurde. Weitere Vorkommnisse mit Dresdner Zuschauern gab es während der Zweitligaspiele gegen den VfB Stuttgart am 15. Oktober 2016 (Abbrennen von Pyrotechnik und Fanutensilien), beim 1. FC Heidenheim am 22. Oktober 2016 (Abbrennen von Pyrotechnik mit nachfolgender Verzögerung des Spielbeginns der zweiten Halbzeit) und gegen Eintracht Braunschweig am 28. Oktober 2016 (ein „Flitzer“ auf dem Platz).

Gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts kann binnen einer Woche Berufung vor dem DFB-Bundesgericht eingelegt werden.

Zwei Spiele Sperre für Levels

Das Sportgericht hat Tobias Levels vom Bundesligisten FC Ingolstadt wegen einer Tätlichkeit gegen den Gegner in einem leichteren Fall nach einer zuvor an ihm begangenen sportwidrigen Handlung mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen der Lizenzligen belegt. Levels war in der 89. Minute des Bundesligaspiels gegen den FC Augsburg am 5. November 2016 von Schiedsrichter Dr. Jochen Drees des Feldes verwiesen worden. Der Spieler beziehungsweise der Verein haben dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.

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Ein Spiel Sperre für Günter

Christian Günter vom SC Freiburg wurde wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Sperre von einem Meisterschaftsspiel belegt. Günter war in der 85. Minute des Bundesligaspiels gegen den VfL Wolfsburg am 5. November 2016 von Schiedsrichter Dr. Felix Brych des Feldes verwiesen worden. Der Spieler beziehungsweise der Verein haben dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.

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