2. Bundesliga

Ex-Dynamo-Spieler: Hier liegen die Schwachpunkte von Dresden

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Dynamo Dresden musste in der abgelaufenen Saison bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen. In der kommenden Spielzeit wollen die Sachsen ein ruhigeres Jahr erleben. Doch kann Trainer Uwe Neuhaus die Mannschaft richtig auf- und einstellen. Zwei Ex-Profis analysieren die Fehler.

Obwohl Dynamo oft das Spiel gemacht und dadurch eine hohe Pass- und Ballbesitzquote hat, war das Team häufig in den entscheidenden Momenten zu ungefährlich. „Die Passquote alleine ist schon lange keine Garantie mehr für guten Fußball“, sagte Ex-Profi Matthias Maucksch, der ab Sommer den Drittligisten Sportfreunde Lotte trainiert, gegenüber Bild. Er fügte an: „Entscheidend sind die Pässe in die gefährliche Zone vorm gegnerischen Tor. Und um die zu gewinnen, braucht man ein sehr gutes Zweikampfverhalten.“

Gütschow sieht Mängel im Umschaltspiel

Dies ging den Sachsen in der vergangenen Saison oft ab. Sie führten zu wenig direkte Duelle und wurden daher ausgekontert. Torsten Gütschow (1980 bis 1992 und 1996 bis 1999), der Regionalligist Bauzen coacht, sieht den größten Schwachpunkt im Umschaltspiel nach hinten. Wenn Dynamo häufig das Spiel macht, müssen alle Akteure bei Ballverlust in die Defensivarbeit übergehen: „Da sind die ersten Zehntelsekunden entscheidend!“ Er selbst predige seiner Mannschaft immer wieder, „den Spielaufbau in Überzahl anzukurbeln. Damit bei Ballverlust noch eine Sicherung da ist.“ Gütschow forderte: „Das kann und muss man genau so trainieren wie Zweikämpfe auf engstem Raum.“

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist u.a. für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das hier bestellt werden kann: https://bit.ly/2J6EynZ

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