Bundesliga

Fährmann: Ritterschlag für „Musterbeispiel“ Stambouli

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Wenn Ralf Fährmann über den FC Schalke 04 spricht, dann ist dies mit großen Emotionen verbunden. Der Kapitän spielt – mit zwei Jahren Unterbrechung (2009 bis 2011 für Eintracht Frankfurt) – seitdem er 14 Jahre alt ist bei den Königsblauen – und lebt diesen Verein. Für Benjamin Stambouli findet er in diesem Kontext im Gespräch mit dem Ultra-Fanmagazin Blauer Brief lobende Worte. 

Stambouli hat im Sommer 2016 nach seinem Wechsel von Paris Saint-Germain zu den Königsblauen etwas Anlaufzeit gebraucht um sich zu Akklimatisieren. Inzwischen ist der Defensivspezialist unumstrittener Stammspieler und unter Trainer Domenico Tedesco zu einer zuverlässigen Größe in der Innenverteidigung herangewachsen. Statt im Sommer zu flüchten hat der Franzose die Chance am Schopf gepackt und sich vollständig integriert.

Sonderlob von Fährmann

Fährmann bezeichnete seinen Teamkollegen als „Musterbeispiel“ und lobte dessen Neugierde an den Vorgängen im Verein: „Er interessiert sich extrem dafür. Er stellt zu allem Fragen: Wie das Parkstadion war, was früher war, wie die Spiele dort waren, wann die Arena gebaut wurde. Er ist richtig wissbegierig und weiß auch alles. Zumindest alles, was ich weiß, weiß er jetzt auch.“ Der 27-Jährige spreche inzwischen „richtig gut Deutsch, hat ja auch einige Interviews schon auf Deutsch gegeben.“

Stambouli ein „Vorbild für alle“

Stambouli tauge als „Vorbild für alle.“ Fährmann selbst will neuen Spielern helfen, sich schnellstmöglich auf Schalke einzuleben und wohlzufühlen. Der Schlussmann wartet einige Monate ab und spricht dann über die Historie und den Klub. Dabei merke er schnell, „wer wie viel erfahren möchte.“ Jeder der Akteure spüre, „dass Schalke 04 etwas Spezielles hat und kein normaler Verein ist, sondern dass hier einfach sehr viel Herzblut und Leidenschaft in jedem Spiel steckt.“

Das bedeutet Schalke 04 für die Menschen in Gelsenkirchen

Für die Menschen in Gelsenkirchen bedeutet der Besuch eines Spiels mehr als nur ein Ausflug am Wochenende ist: „Überspitzt gesagt, ist es einem Schalke-Fan, gerade hier in Gelsenkirchen, einer doch eher sozial schwachen Region, wichtiger zwei Schalke-Trikots im Schrank hängen zu haben als zweimal am Tag etwas Warmes zu essen.“ Vom Ergebnis am Spieltag hänge die Stimmung und Wochengestaltung enorm ab. Fährmann gab daher zu: „Wenn Fußball so eine wichtige Rolle spielt, spürt man auch als Spieler die Verantwortung.“

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist u.a. für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das hier bestellt werden kann: https://bit.ly/2J6EynZ

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