Bundesliga

Fall BVB: Aufklärung für Hoeneß

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München – FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat zuletzt in Richtung Borussia Dortmund gestichelt, der BVB habe den FC Bayern diese Saison sportlich auf die „Pelle“ rücken wollen, sei aber nun nur Tabellen-Sechster. Am Sonntag konterte Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke in der WamS, es sei diese Saison nicht das Ziel gewesen, um die Meisterschaft mitzuspielen, Hoeneß habe eine „Wahrnehmungsstörung“.

Und man muss festhalten: Offiziell hat Borussia Dortmund zwar etwas herumlaviert bei seinen Saisonzielen, aber vom Kampf um die Meisterschaft war bei den Funktionären keine Rede.

fussball.news zeigt eine kurze Chronologie auf:

Am 5. Juli 2016 sagte Watzke der Bild-Zeitung: „Wir stehen vor einer Saison des Umbruchs.“ Er ergänzte: „Diese Sisyphos-Arbeit ist für uns nicht neu – und es sei daran erinnert, dass wir in der Vergangenheit trotzdem immer wieder Endspiele erreicht und Titel gewonnen haben. Unser Ziel bleibt die Champions League-Qualifikation.“ Das würde heißen, der BVB wäre sogar mit Rang vier zufrieden.

Am 17. Oktober 2016 sagte Watzke dem kicker auf die Frage, ob der BVB dem FC Bayern die Meisterschaft streitig machen könne: „In diesem Jahr nicht. Wir sollten unsere junge Truppe nicht mit zu vielen Erwartungen überfrachten. Sie wird ihren Leistungshöhepunkt nicht in dieser Saison haben.“

Allerdings hatte Watzke mehrfach betont, er halte Borussia Dortmund für die zweitbeste Mannschaft in Deutschland. Von diesem Ziel will er auch nun nicht ganz abrücken, obwohl der Rückstand auf Rang zwei und RB Leipzig neun Punkte beträgt. Watzke sagte nun: „Ich sehe sie nicht uneinholbar weit weg. Allerdings müsste schon sehr viel passen.“

Eine andere Frage ist natürlich, ob man es dem BVB zu Saisonbeginn durchgehen lassen durfte, seine sportlichen Ansprüche relativ weit herunterzuschrauben. Faktisch aber hat Uli Hoeneß mit seiner kleinen Spitze Richtung Dortmund unrecht.

Über Daniel Michel

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