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Falls Zidane scheitert: Löw gilt als Hauptfavorit bei Real

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Die Zweifel an Zinedine Zidane bei Real Madrid werden immer lauter. Der Franzose steht trotz vor Kurzem vollzogener Vertragsverlängerung bis 2020 weiter unter Druck, ein Scheitern wird nicht mehr ausgeschlossen. Der Topfavorit auf eine mögliche Nachfolge scheint bereits auserkoren zu sein.

Die Zukunft von Zidane hängt an der Champions League. In der Primera Division ist der FC Barcelona 19 Zähler enteilt, im nationalen Pokal gab es vor heimischem Publikum das peinliche Ausscheiden gegen CD Leganes (1:0/1:2) und in der Königsklasse wartet mit Paris Saint-Germain eine schwierige Aufgabe. Kann der ehemalige Weltklasseprofi diese Krise meistern? Er spürt, wie schnell sich ein Wind drehen kann, wenn es bei einem Klub wie Real nicht läuft und sagte bereits im November nach der Unterschrift unter einen neuen Kontrakt: „Ich kann nicht zwei oder drei Jahre voraus denken, weil es so nicht funktioniert. Einen Vertrag zu haben, bedeutet gar nichts.“

Löw gilt als Wunschkandidat

Präsident Florentino Perez will Zidane eigentlich das Vertrauen aussprechen und ihn stützen. Allerdings sorgt der bislang so enttäuschende Saisonverlauf für ein Umdenken. Eine sofortige Trennung ist nicht zu erwarten, ein Ende im Sommer liegt aber im Bereich der Realität. Joachim Löw soll nach Angaben der spanischen Mundo Deportivo Wunschkandidat der Madrilenen sein.

Später Einstieg in die Vorbereitung als Problem

Das Problem: Er steht noch bis 2020 bei der Nationalmannschaft unter Vertrag, zudem würde er wegen der Weltmeisterschaft in Russland erst später einsteigen können. Sollte Deutschland den Titel verteidigen, wäre erst am 15. Juli Schluss, Löw wohl erst Anfang August verfügbar. Selbst bei einem früheren Ausscheiden würde sich der 58-Jährige mit Sicherheit eine mehrwöchige Pause nehmen, um die intensive Zeit zu verarbeiten.

Weitere mögliche Zidane-Nachfolger auf der Liste

Neben Löw sollen daher auch Mauricio Pochettino, Massimiliano Allegri und selbst Jürgen Klopp auf der Liste von Real stehen. Allerdings hat der Nationalcoach dem Bericht nach einen Vorsprung. Er selbst ließ bereits im Oktober 2016 durchblicken, sich später durchaus ein Engagement im Ausland vorstellen zu können. Kommt es im Sommer zu einer Einigung?

Über Christopher Michel

Christopher Michel arbeitet hauptberuflich als Journalist und ist u.a. für die Sportabteilung des Hessischen Rundfunks tätig. Für fussball.news ist er insbesondere als Reporter vor Ort für Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er ist Autor eines Buches über Eintracht Frankfurt ("Launische Diva", riva-Verlag), das hier bestellt werden kann: https://bit.ly/2J6EynZ

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