Bundesliga

Fehlende Doppelbelastung als Leipziger Vorteil im Europa-Rennen?

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RB Leipzig hat eine turbulente Woche hinter sich, zunächst das 1:4 gegen Bayer Leverkusen, dann das 2:5 gegen Olympique Marseille und das Aus in der Europa-League und am vergangenen Wochenende ein 1:1 gegen Werder Bremen. Nun haben die Sachsen eine Woche Zeit, um sich auf die Partie gegen Hoffenheim (Samstag 15.30) vorzubereiten. Die direkten Konkurrenten um Europa, Leverkusen (Dienstag gegen Bayern) und Frankfurt (Mittwoch gegen Schalke) müssen hingegen unter der Woche spielen. Sportdirektor Ralf Rangnick sieht das als Vorteil im Saisonendspurt.

Kevin Kampl war froh, als die Woche nach dem 1:1 gegen Werder Bremen für die Leipziger vorbei war, nicht nur er war merklich ausgelaugt von der Anstrengung der vergangenen Wochen: „Wir hatten so viele Spiele dieses Jahr. Da ist es ganz normal, dass du irgendwann an den Punkt kommst, an dem du dir deine Kraft richtig einteilen musst und sicher nicht die Kraft hast, wie am Anfang der Saison oder mitten in einer Saison“, erklärte er gegenüber dem kicker die Gründe, warum Leipzig zuletzt schwächelte. 44 Spiele haben die Sachsen bislang absolviert, die aktuelle Situation ist ungewohnt, wie Ralf Rangnick an gleicher Stelle erklärte, „wir haben zum ersten Mal seit langem wieder eine Situation, dass wir uns auf vier Spiele ganz normal von Woche zu Woche vorbereiten können“. Doch nicht nur die zusätzlichen spielfreien Tage, sondern auch die zweite Halbzeit gegen Werder Bremen machen dem Sportdirektor Mut, „da haben wir wieder Vieles von dem gezeigt, was uns zu dem gemacht hat, was wir in den letzten Jahren geworden sind“, sagte er.

Rangnick rechnet mit vier Siegen für die Königsklasse

Soll am Ende aber die erneute Champions-League-Qualifikation stehen, dann wird der aktuelle Punkteschnitt nicht reichen: „Wenn wir in die Champions League wollen, müssen wir womöglich alle vier gewinnen“, rechnete der 59-Jährige vor. Die Qualität dafür habe das aktuelle Team, ist sich der Sportdirektor sicher: „Die Mannschaft hat aber schon in der Hinrunde gezeigt, dass sie vier, fünf Spiele am Stück gewinnen kann. Letzte Saison hatte sie sogar eine Phase, in der sie acht Spiele am Stück gewonnen hat.“ Den Glauben an eine erneute Siegesserie macht er auch daran fest, dass sich das Team nun „vier Wochen lang jeweils auf das nächste Spiel vorbereiten“ könne. So könne sich das Team von einer Woche auf die andere regenerieren und ausruhen“ und trainingsinhaltsmäßig mit sich „selbst beschäftigen“.

Über Stefan Katzenbach

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