Interview am Morgen

Fink: „Labbadia verleiht dem HSV eine klare Handschrift“

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München – Thorsten Fink ist gerade rundum zufrieden. Der 48-Jährige, der von 1997 bis 2004 für den FC Bayern spielte und 2001 mit den Münchnern die Champions League gewann, ist seit Sommer Trainer beim österreichischen Erstligisten Austria Wien. Und dort sehr erfolgreich. Seine „Violetten“, derzeit auf Platz 2 liegend, bieten Red Bull Salzburg die Stirn und sorgen für ein enges Rennen um den Titel.

Seine Trainerkarriere startete Fink 2006 bei den Red Bull Juniors in Österreich. Danach war der gebürtige Dortmunder Co-Trainer bei Red Bull Salzburg. 2008 begann er als Cheftrainer im Profibereich. FC Ingolstadt, FC Basel, Hamburger SV und Apoel Nikosia hießen die Stationen. Im Interview mit fussball.news spricht Fink über den Erfolg mit der Austria und blickt zurück auf seine Zeit beim Hamburger SV und beim FC Bayern München.

fussball.news: Und was unterscheidet die Bayern-Generation aus Ihrer Zeit zur heutigen?

Fink: Das ist schwierig zu sagen. Wir haben damals vieles mit Teamwork und Leidenschaft und Visionen gemacht und hatten mit Ottmar Hitzfeld einen tollen Trainer, der diese Truppe top geführt hat. Und mit Uli Hoeneß einen großen Manager. Wir warten damals individuell auch gut, aber heute besitzen die Spieler schon eine individuell größere Klasse. Die hatten wir damals nicht so. Der Unterschied zwischen uns und den anderen Teams war damals nicht so groß. Damals war es auch ein großer familiärer Umgang mit allen. Es war für mich die beste Mannschaft, weil einfach alles gepasst hat.

fussball.news: In wieweit sehen Sie eigentlich die österreichische Liga als eine Art Sprungbrett, um bei einem internationalen Top-Klub als Trainer arbeiten zu können?

Fink: Soweit denke ich noch nicht. Ich mache doch nicht gleich den nächsten Schritt. Ich will bei der Austria einfach weiter gute Arbeit abliefern, im Klub das Beste geben und nicht gleich an den nächsten Verein denken, nur weil es jetzt gut läuft für mich. Auf lange Sicht ist natürlich die Bundesliga-Rückkehr das Ziel, aber im Moment mache ich mir da keine Gedanken, weil ich noch große Aufgaben vor mir habe. Darauf freue ich mich sehr.

Anmerkung der Redaktion: fussball.news veröffentlicht von Montag bis Donnerstag jeweils um 6 Uhr das „Interview am Morgen“. Zu den Gesprächspartnern zählen aktuelle Bundesliga-Spieler ebenso wie ehemalige Spieler-Legenden oder Funktionäre und Experten. Bei Bedarf wird das in der Regel exklusive Gespräch in einen Fließtext mit exklusiven Zitaten umgewandelt.

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Über Reinhard Franke

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