Bundesliga

Haberer hat eine neue Rolle und formuliert Stammplatzansprüche

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München – Gegen den SV Darmstadt 98 (1:0) fand sich Janik Haberer zum zweiten Mal in Folge in vorderster Front des SC Freiburg wieder. An die Rolle als Stürmer gewöhnt sich der Neuzugang vom VfL Bochum, auch deswegen hat er gute Hoffnungen, dass sich sein Wunsch nach mehr Spielzeit bald erfüllt.

Mit Geduld zum Stammplatz

Tore erzielen, diese Anforderung ist in Freiburg nicht die einzige, die Stürmer erfüllen zu haben, auch viel Defensivarbeit fordert Trainer Christian Streich von seinen Angreifern ein. Die Stürmer fungieren quasi als erste Verteidiger, indem sie den Spielaufbau des Gegner stören. Auch deswegen hat Janik Haberer wohl in den letzten beiden Spielen ein unverhofftes Glück genossen, er stand jeweils in der Startelf. Ungewöhnlich ist dies insofern, als der 22-Jährige bislang eher Ersatzspieler im Breisgau war, in dreizehn Begegnungen stehen für ihn bislang nur 370 Minuten Spielzeit zu Buche.

Haberer: „Werde mehr Spielzeit bekommen, wenn…“

Dass sich seine Rolle nun geändert hat, dies hat auch mit den Qualitäten des offensiven Mittelfeldspielers zu tun: „Ich mag es, den Gegner zu pressen“, sagte Haberer über sich im kicker. Damit passt er sehr gut in das lauf – und pressingorientierte Spiel der Freiburger, wenngleich die Rolle als hängende Spitze für ihn noch ungewohnt ist, fühlt er sich doch selbst „im Zentrum am wohlsten, um vertikale Bälle zu spielen und auf die Kette zuzulaufen“. Dies hat zwar gegen Darmstadt nicht immer funktioniert, trotzdem sieht sich Haberer selbst auf einem guten Weg. „Wenn ich weiter so arbeite, werde ich mehr Spielzeit bekommen“, zeigte er sich überzeugt und weiß dennoch, dass es bis zu seinem Ziel, „immer in der Startelf zu stehen“, noch ein weiter Weg ist: „Natürlich hätte ich mir gewünscht, öfter von Anfang an zu spielen. Aber es ist meine erste Bundesligasaison“.

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Lob und Hilfe vom Sportdirektor

Die Anlagen, um den selbst formulierten Anspruch auch zu verwirklichen bringt der Mann, der auch schon beim Freiburger Nachbarn TSG Hoffenheim spielte, zweifelsohne mit. Jochen Saier hält viel von Haberer. „Energie, Präsenz im Anlaufen, eine gewisse Aggressivität und Wildheit im positiven Sinne“, charakterisierte der Sportdirektor des SC Freiburg die Spielweise des Neuzugangs. Gleichzeitig sei Haberer noch nicht am Ende seiner Entwicklung, wie Saier gegenüber dem kicker betonte. Beispielsweise „Laufwege und Struktur im Ballbesitz“ seien noch zu verbessern. Wie das gelingen kann, dazu gab es vom Sportdirektor gleich einen Ratschlag: „Er muss offen und hungrig sein, Dinge aufsaugen und sein Spiel verfeinern.“

Über Stefan Katzenbach

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