Bundesliga

fussball.news-Regelkunde zu Leverkusen – Dortmund

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München – Schiedsrichter Felix Zwayer hat die Partie Bayer 04 Leverkusen gegen Borussia Dortmund für rund zehn Minuten unterbrochen. Die Partie stand kurz vor einem Spielabbruch. Warum? Und lief alles korrekt ab? fussball.news klärt auf:

Bayer Leverkusen war erzürnt über das 1:0 von Borussia Dortmund, das Pierre-Emerick Aubameyang in der 64. Minute erzielt hatte.

Der Grund: Nach dem Duell zwischen Stefan Kießling und Dortmunds Bender entschied Schiedsrichter Felix Zwayer auf Freistoß für den BVB in Dortmunds eigener Hälfte. Ginter führte den Freistoß schnell aus, aber nicht genau am Tatort, sondern laut Berechnung des TV-Senders Sky 5,8 Meter weiter vorne.

Aus dem resultierenden Konter fiel das 1:0 für Dortmund, Leverkusen war erzürnt. Doch Schiedsrichter Felix Zwayer gab das Tor. Er liegt damit weder im Recht noch im Unrecht. Es liegt in seinem Ermessen. Denn ein Freistoß muss im Mittelfeld nie ganz genau am Tatort ausgeführt werden. Und hilft es der schnellen Spielfortsetzung, erst Recht nicht. Natürlich darf der Ball nicht zu weit vorne liegen. 5,8 Meter sind da grenzwertig.

Im Anschluss beschwerte sich auch Trainer Roger Schmidt lautstark. Schiedsrichter Zwayer verwies deshalb Trainer Schmidt auf die Tribüne, der Coach kam aber der Aufforderung nicht nach. Selbst als Kapitän Stefan Kießling seinem Trainer die Botschaft zwei Mal überbrachte. Schmidt wollte offenbar ein persönliches Gespräch. Das muss der Schiedsrichter aber nicht machen. Da der Trainer der Aufforderung nicht nachkam, steht dem Schiedsrichter den Regeln nach zu, das Spiel zu unterbrechen oder gar abzubrechen.

Genau davon hat Zwayer Gebrauch gemacht. Letztendlich, nach der Pause, fügte sich Schmidt der Anordnung, das Spiel konnte fortgesetzt werden.

Zwayer kann man also regeltechnisch keinen Vorwurf machen, vielmehr hat ihm aber das richtige Gespür für die Partie und die Situation gefehlt. Denn er hätte womöglich Schmidt in einem persönlichen Gespräch schneller vom Platzverwies überzeugen können.

Über Daniel Michel

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