2. Bundesliga

Gehen Nürnberg die Abwehrspieler bald aus?

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München – Endlich wieder kein Gegentor in einem Spiel: Als Georg Margreitter nach seiner Verletzung wieder von Beginn beim 2:0-Sieg in Düsseldorf auflaufen konnte, stand die mit 28 Gegentoren zweitschlechteste Defensive der Liga wieder stabiler. Doch Nürnbergs Abwehr-Stabilisator könnte bald den Club verlassen – sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus.

Überzeugende Leistung gegen die Fortuna

Club-Trainer Alois Schwartz forderte in der Woche vor dem Spiel in Düsseldorf, dass seine Führungsspieler sich im Team noch mehr zeigen. Da Margreitter sich wieder fitgemeldet hatte, erhielt wohl auch aufgrund seiner Persönlichkeit den Vorzug gegenüber dem eher als ruhig geltenden Norweger Even Hovland. Und wie wichtig Margreitter für den Club ist, beweist die Statistik: Ohne Margreitter in der Startelf kassierte der 1. FC Nürnberg in 13 Spielen 26 Gegentore (zwei Gegentore im Schnitt), mit ihm in der Anfangsformation nur 0,66 Gegentore (bei drei Einsätzen). Margreitter sagte gegenüber dem kicker jedoch bescheiden: „Ich freue mich zwar, dass ich nach der langen Pause helfen konnte, doch das Zu-null ist ein Verdienst aller.“

Noch keine Vertragsverhandlungen

Trotz guter Daten ist die vertragliche Zukunft von Margreitter offen. Wie der Österreicher in der Bild-Zeitung bestätigte, wurden bis heute keine Gespräche über eine mögliche Vertrags-Verlängerung geführt. Im Sommer 2017 kann sich der Abwehrspieler, Stand jetzt, einen neuen Klub suchen. Ohnehin steckt die Vereinsführung der Nürnberger in Sachen Defensivspieler in der Klemme. Von vier Innenverteidigern des Clubs laufen bei drei die Verträge 2017 aus: Georg Margreitter, Even Hovland und Dave Bulthuis. Manager Andreas Bornemann bestätigte dem kicker, dass er erste Verhandlungsgespräche nun starte. So geht auch Margreitter-Berater Mario Weger davon aus, dass Nürnberg zumindest seinem Klienten bald ein neues Angebot vorlegen werde.

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Hovland und Bulthuis vor Abgang

Bei Even Hovland und Dave Bulthuis stehen laut kicker die Zeichen dagegen auf Abschied. Da Nürnberg einem Sparzwang unterliegt, muss der Verein die Gehälter seiner Profis nach Möglichkeit reduzieren. Hovland und Bulthuis müssen demnach wohl zu großen Kompromissen bereit sein. Es ist fraglich, ob das Duo, dass wohl auch Angebote der Konkurrenz vorliegen hat, sich mit Nürnberg auf einen neuen Vertrag einigt.

Über Steffen Helmsauer

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