2. Bundesliga

Gewinnen die Kickers mit Pieckenhagen das „erste Endspiel“?

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München – Am 33. Spieltag der 2. Bundesliga spielt der Tabellensechzehnte Würzburg gegen den Tabellenelften Sandhausen (15.30 Uhr). In Würzburg ist der Glaube an den Klassenerhalt groß, auch wegen einer prominenten Verstärkung.

„Region steht mit Herz hinter uns“

Würzburg ist seit fünfzehn Spielen ohne Sieg und hat aktuell zwei Punkte Rückstand auf den rettenden fünfzehnten Platz, den mit 36 Punkten Erzgebirge Aue belegt. Auch wegen des verhältnismäßig knappen Rückstandes ist die Würzburger Hoffnung auf ein weiteres Jahr 2. Liga intakt, auch wenn gegen Sandhausen unbedingt gewonnen werden muss: „.Das Spiel gegen Sandhausen ist das erste von zwei Endspielen. Es gilt, wieder alles reinzuwerfen und sich für die harte Arbeit zu belohnen“, wusste Trainer Bernd Hollerbach auf der Pressekonferenz vor der Partie. Der 47-Jährige erwartet defensiv agierende Gäste. „Sandhausen steht kompakt und kontert sehr stark. Wir dürfen nicht ins offene Messer laufen und müssen wachsam sein“, warnte er sein Team vor zu viel offensivem Übermut. Ein wesentlicher Faktor für den Klassenerhalt in Würzburg könnten auch die Fans sein, wie Hollerbach betonte: „Die bedingungslose Unterstützung unserer Fans ist großartig. Wir spüren, dass die Region mit Herz hinter uns steht.“

Pieckenhagen unterstützt das Trainerteam

Unterstützung bekommt der Cheftrainer allerdings auch an der Seitenlinie, der Ex-Profi Martin Pieckenhagen gehört dem Trainerteam bis Saisonende an. Über das Engagement seines Ex-Kollegen, Pieckenhagen und Hollerbach spielten von 2001-2004 gemeinsam beim Hamburger SV, zeigte sich Hollerbach besonders wegen Pieckenhagens Erfahrung erfreut: „Es ist klasse, dass er spontan zugesagt hat. Piecke hat in seiner Karriere schon besondere Drucksituationen erlebt und gemeistert.“ Der so gelobte selbst sieht sich der Aufgabe durchaus gewachsen. „Ich habe in der 1. Bundesliga und in der holländischen Eredivisie zehn Jahre Abstiegskampf erlebt und stehe für jeden, der Ratschläge braucht, zur Verfügung“, sagte der 45-Jährige mit Verweis auf seine aktive Karriere als Profi. Verzichten müssen Pieckenhagen und Hollerbach auf Torhüter Robert Wulnikowski, der mit einem Kreuzbandriss schon seit längerer Zeit ausfällt. Allerdings kehrt Peter Kurzweg wohl als Linksverteidiger in die Startelf zurück, er steht nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung.

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Warnung vor Daghfouß

In Sandhausen trauern die Verantwortlichen noch den verlorenen Punkten aus der 0:1 Niederlage gegen den 1.FC Nürnberg vom vergangenen Wochenende hinterher. „Ein Dreier wäre sicherlich verdient gewesen. Wir haben diese Dinge in dieser Woche ausführlich analysiert und besprochen und werden versuchen, diese Fehler abzustellen“, machte Trainer Kenan Kocak allerdings Hoffnung auf Besserung gegen Würzburg. Gegen die Franken rechnet der Sandhausener Coach nicht mit einem reinen Kampfspiel. „Sie kommen jedoch nicht nur über den Kampf, sondern sie haben auch spielerisch Einiges zu bieten, allen voran Nejmeddin Daghfouß“, sagte der 36-Jährige über den Würzburger Offensivspieler, der bislang zwei Tore erzielte und sieben Treffer vorlegte.

Würzburg fehlt das Spielglück

Den Tabellenplatz der Kickers sieht Kocak auch im fehlenden Spielglück begründet: „In vielen Spielen war auch einfach Pech mit dabei. Da hätten die Kickers im einen oder anderen Spiel auch als Sieger vom Platz gehen können.“ Dennoch habe sein Team, so Kocak, „genügend Qualität“ und sei selbstbewusst genug, um die Partie für sich entscheiden zu können. Fehlen werden Kocak in Würzburg Abwehrchef Daniel Gordon aufgrund einer Rückenverletzung, fraglich sind noch Linksverteidiger Damien Roßbach und Mittelfelfdspieler Manuel Stiefler.

Über Stefan Katzenbach

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